Rheinische Post: Flexible Adoption
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geänderten Lebensbedingungen anzupassen. Viele adoptionswillige
Eltern empfanden den starren Altersabstand von 40 Jahren zum
gewünschten Kind als entmutigend. Sie bewarben sich erst gar nicht,
obwohl sie vielleicht gute Eltern geworden wären. Jetzt können die
Jugendämter noch flexibler die geeignete Familie für die zur Adoption
freigegebenen Kinder finden. Das ist ein Fortschritt, wenn er zum
Wohle des Kindes genutzt wird. Darin liegt freilich auch eine Gefahr.
Denn der verständliche Wunsch kinderloser Paare nach einem Baby darf
nicht die Maßstäbe verschieben. Manche Paare entscheiden sich erst
ganz spät für ein Kind. Wenn es dann nicht klappt, gilt die Adoption
als möglicher Ausweg. Solche Paare sind enttäuscht, wenn das
Jugendamt Jüngeren den Vorzug gibt. Die neue Vorschrift darf das
nicht verändern. Denn für Kinder ist es ein Vorteil, wenn die Eltern
sich auf das Abenteuer Erziehung einlassen, solange sie selbst noch
in voller Kraft stehen. Das sollte bei aller Flexibilität das
Jugendamt auch künftig beachten.
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Datum: 15.12.2014 - 20:42 Uhr
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