neues deutschland: Talibanische Perversion
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zugeschlagen. Sie suchte sich in Pakistan unschuldige Kinder als
Opfer. Nichts kann feiger, perfider und hinterhältiger, nichts
menschenverachtender sein. Und das im Namen einer Religion, die von
den meisten ihrer Anhänger als friedliche verstanden und praktiziert
wird. Die sich ehrlich und höflich mit »Salam alaikum« - Friede mit
euch - begrüßen. Welchen Frieden meinen die Taliban? In wessen Namen
ermorden sie schutzlose Minderjährige? Mit Vergeltung bemänteln sie
ihre Verbrechen. Vergeltung an Kindern? Was haben diese mit
Anschlägen und Gegenschlägen zu tun? Wer ist der Gott der
Terroristen? Wen rufen sie an, um Segen und Beistand für ihre Untaten
bittend? Wie pervertiert muss ihr Geist, ihr »Glaube« sein? Es ist
das gleiche Muster, nach dem auch das Leben der nun jüngsten
Friedensnobelpreisträgerin Malala Yusafzai ausgelöscht werden sollte,
ebenfalls eine Pakistanerin aus dem Paschtunen-Gebiet, das den
Taliban als Rückzugsraum dient. Es waren die gleichen finsteren
Gesellen, denen Bildung und Wissen unheimlich sind und die für ihre
Herrschaft ignorante Untertanen brauchen. Sie leben wie ihre
Gesinnungsgenossen in Afghanistan in der irrigen Ansicht, die
Kalaschnikow sei stärker als das Lehrbuch. Und sie schöpfen Hoffnung,
dass sich dort im Nachbarland bald Grundlegendes ändern werde, hin zu
einem religiös verbrämten Terrorregime.
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Datum: 16.12.2014 - 17:37 Uhr
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