Allg. Zeitung Mainz: Gefährlich - Kommentar zu Griechenland

Allg. Zeitung Mainz: Gefährlich - Kommentar zu Griechenland

ID: 1156366
(ots) - Angela Merkel schlägt bislang ungewohnte Töne an:
Eine Abkehr vom Sparkurs könne den Verlust der Mitgliedschaft Athens
in der Euro-Zone bedeuten. Staunen jetzt die Fachleute und die Laien
wundern sich? Weder das eine noch das andere. Erstere wissen, dass
die Griechen nicht erpressbar sind. Über 250 Milliarden Euro an
Verbindlichkeiten - drei Viertel dessen, was Griechenland an Schulden
aufgetürmt hat - stehen in den Büchern staatlicher oder staatsnaher
Gläubiger. Verlässt Griechenland die Euro-Zone, ist ein Großteil
dieses Geldes verloren, und davon wären deutsche Steuerzahler am
empfindlichsten betroffen. So viel also zum Berliner Drohpotenzial.
Man muss kein wirtschaftswissenschaftlicher Experte sein, um zu
verstehen, was hier aufgetischt wird. Vielmehr kommen auch die viel
zitierten interessierten Laien - ohne Wundern - zum richtigen
Schluss: Die Kanzlerin, Klartext ansonsten vielfach schuldig
bleibend, will in Richtung AfD und anderer vermeintlicher
Bannerträger des wahren Konservatismus Flagge zeigen. Dazu vermischt
sie außenpolitische Themen mit innenpolitischen Zielsetzungen. Eine
Taktik, die nach hinten losgehen kann, weil sie die EU-Staaten
entsolidarisiert. Und trotz anderslautender Beteuerungen die eine
oder andere Begehrlichkeit wecken könnte, noch weitere Kandidaten
(Portugal? Italien? Am Ende Frankreich?) aus dem Währungsverbund
herauszulösen. Da staunen die Fachleute doch, wie sich auch die Laien
wundern: Wie schlecht steht es um ein Europa, an dessen Wurzeln
jemand, der es besser weiß, in kalkulierter Geste die Axt legen darf?
So schlecht, dass die angeblich bereits ausgestandene Finanzkrise
gefährlich ist wie lange nicht mehr.



Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  neues deutschland: Hellas braucht Schuldenschnitt WAZ: Merkels Politik der kalten Schulter. Kommentar von Miguel Sanches zum Euro
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.01.2015 - 18:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1156366
Anzahl Zeichen: 2029

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Mainz



Kategorie:

Außenhandel



Diese Pressemitteilung wurde bisher 287 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Gefährlich - Kommentar zu Griechenland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Korte im VRM-Podcast: Ampelaustritt der FDP ist möglich ...
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &

Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige

Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest


Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz


neues deutschland: Hellas braucht Schuldenschnitt ...
Griechenlands Rauswurf aus der Eurozone ist für Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Option. Offenbar schätzt die Bundesregierung die Gefahren eines Domino-Effekts nach einem Rausfallen von Athen geringer ein als anno 2012. Was Merkel und Co. verschweigen, ist, da

Mittelbayerische Zeitung: Neues Asylrecht ist nötig: Ein Bleiberecht für alle kann es nicht geben. Aber ein Angebot müssen wir allen machen. Von Christine Strasser ...
Die unter der Flagge Sierra Leones fahrende "Ezadeen" ist ein 73 Meter langer Frachter, 1966 gebaut, vorgesehen für Viehtransporte. Als die italienische Küstenwache den Frachter am Freitag in Obhut nahm, war er vollgepfercht mit Flüchtlingen und trieb auf die Küste zu. Die Crew hat

WAZ: Der Ansturm der Verzweifelten. Kommentar von Walter Bauüber den Flüchtlingsstrom ...
Mehr als 170000 Bootsflüchtlinge sind im vorigen Jahr allein an den Küsten Italiens gestrandet. Dazu kommen jene, deren Flucht vor Armut, Elend und Krieg in Griechenland, Spanien oder der Türkei endete. Gewissenlose Schlepperbanden nutzen die Angst der Menschen aus, knöpfen ihnen das letzte G

Weser-Kurier: Zu den Bootsflüchtlingen im Mittelmeer schreibt Klaas Mucke: ...
Die EU-Grenzschutz-Mission "Triton" funktioniert. So zumindest könnte man die derzeitigen Meldungen über gerettete Flüchtlinge auf Geisterschiffen verstehen, die offenbar in letzter Sekunde vor einem dramatischen Zusammenstoß mit den Felsen der italienischen Küste bewahrt worden s


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z