NABU fordert von Minister Schmidt einen Kurswechsel in der Agrarpolitik - Pressehinweis zur Agrardem

NABU fordert von Minister Schmidt einen Kurswechsel in der Agrarpolitik - Pressehinweis zur Agrardemo am 17.1. in Berln

ID: 1160482
(ots) - Der NABU hat von Bundesagrarminister Christian
Schmidt mehr Engagement für eine umwelt- und naturverträgliche
Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto "Wir haben es satt!" ruft der
NABU mit vielen anderen Organisationen an diesem Samstag in Berlin
zum fünften Mal zur Demonstration für eine bäuerliche und
ökologischere Landwirtschaft auf.

"Der dringend notwendige Kurswechsel in der Landwirtschaft lässt
seit Jahren auf sich warten, obwohl die Probleme bekannt sind.
Ausgeräumte Landschaften, Artenschwund, die Belastung von Böden durch
den übermäßigen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden,
Massentierhaltungen und immer wiederkehrende Futtermittel-Skandale
sind die Folgen dieser von der Agrarindustrie bestimmten Politik.
Minister Schmidt muss seine Politik endlich konsequent an den
Herausforderungen im Bereich Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz
ausrichten", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke, der auch am
Samstagmittag bei der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz reden
wird.

Tschimpke appellierte an die Bundesregierung, angesichts der
aktuellen Diskussion um die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und
CETA ein klares Signal für eine ökologische Landwirtschaft zu setzen
und den Schutz regionaler Produkte zu stärken, anstatt sie
aufzuweichen. "Jetzt geht's um die Wurst: Eine weitere Globalisierung
der Land- und Ernährungswirtschaft ist aus Sicht der Verbraucher
nicht akzeptabel", so Tschimpke. Mit Sorge beobachte der NABU auch
die Entwicklung, dass Ackerland immer mehr zum Spekulationsobjekt
verkommt und kleinere, ökologische Landwirte keine Flächen mehr
pachten könnten. Eine stärkere Regulierung des Bodenmarkts sowie eine
Neuausrichtung der Agrarstrukturpolitik müsse daher auch von der
Bundesregierung vorangetrieben werden.

Pressehinweis für Foto und TV:



Der NABU wird am Samstag mit einem Traktor an dem
Demonstrationszug teilnehmen. NABU-Bundesgeschäftsführer und Biobauer
Leif Miller wird diesen über einen Teil der Strecke steuern. Mit der
Forderung "Naturschätze retten statt Landschaften plätten" wird der
NABU für Artenvielfalt statt Monokulturen sowie für den Lebensraum
von Kiebitz, Feldlerche und Kornblume werben und vor der zunehmenden
Monotonisierung der Landschaft warnen. Eine NABU-Marching-Band wird
den Protestzug musikalisch begleiten.

Mehr Infos:
http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/agrarkampagne/16476.html



Pressekontakt:
Florian Schöne, NABU-Agrarexperte, Tel. +49 (0)30.284984-1615,
Mobil +49 (0)172 5966097

NABU-Pressestelle

Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Nele Rissmann

Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958

Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

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Datum: 15.01.2015 - 10:55 Uhr
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