Westfalenpost: Einzeltäter sind kaum zu enttarnen Von Wilfried Goebels

Westfalenpost: Einzeltäter sind kaum zu enttarnen

Von Wilfried Goebels

ID: 1163150
(ots) - Das wachsende Heer islamistischer "Gotteskrieger"
beunruhigt die Sicherheitsbehörden in NRW. Nach den Anschlägen von
Paris hat die Polizei bundesweit Hunderte Islamistenzellen ins Visier
genommen - Einzelkämpfer mit einfachen Waffen sind vor einem Attentat
aber kaum zu enttarnen. Und auch die Kommunikation der Terroristen in
geschlossenen Chat-Räumen macht die Aufklärungsarbeit des
Verfassungsschutzes nicht leichter.

Die politische Forderung, die Sympathiewerbung für terroristische
Vereinigungen im Internet oder auf der Straße unter Strafe zu
stellen, ist nachvollziehbar. Eine wirkliche Hilfe ist sie nicht. In
nur wenigen Jahren hat sich die Zahl der Salafisten in NRW auf knapp
2000 vervierfacht, weil die Szene eine zunehmend professionelle
Anwerbung betreibt. Hier muss der Rechtsstaat mit einer eigenen
Informations- und Hilfskampagne ansetzen, damit nicht noch mehr
frustrierte junge Muslime in die Hände extremistischer Rattenfänger
geraten.

Die größte Gefahr droht durch radikalisierte Rückkehrer aus
Syrien, die im "Heiligen Krieg" einen ungerechtfertigten Heldenstatus
erlangt haben. Nicht erst die Anschläge in Paris haben vor Augen
geführt, dass die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus eine
neue Qualität bekommen hat. Wer den Krieg erlebt hat, verroht und
wird oft unberechenbar.

Der Staat kann aber nicht alle potenziellen 300 Gefährder in NRW
rund um die Uhr bewachen. Es gibt nur einen Weg: Die Jugendlichen
müssen vor einer Radikalisierung davon überzeugt werden, dass sie in
dieser Gesellschaft eine persönliche Perspektive haben. Bei einer
Bestrafung ist es meist schon zu spät.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Badische Neueste Nachrichten: Auf der Zielgeraden - Kommentar von Frank Herrmann Westfalenpost: Dankenswertes Urteil

Von Andreas Thiemann
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.01.2015 - 21:29 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1163150
Anzahl Zeichen: 1951

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 273 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Einzeltäter sind kaum zu enttarnen

Von Wilfried Goebels
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Badische Neueste Nachrichten: Auf der Zielgeraden - Kommentar von Frank Herrmann ...
Gute Wirtschaftsdaten stärken nicht nur den amerikanischen Nationalstolz, so dass mancher im transatlantischen Vergleich schon wieder das alte Lied von der kranken Dame Europa anstimmt, sie beflügeln auch den Präsidenten. Aus dem Umfragetief hat er sich hochgerappelt. Allein das lässt ihn mit

Rheinische Post: Kommentar / Obamas letztes Ziel = Von Frank Herrmann ...
Barack Obama ist ein Präsident auf der Zielgeraden. Bald dreht sich der Diskurs nur noch um die Frage, wer ihn im Oval Office beerbt. In den letzten beiden Jahren seiner Amtszeit steht ihm ein Parlament gegenüber, das die Republikaner so klar beherrschen, wie eine Partei den Kongress schon lan

Rheinische Post: Kommentar / Propaganda im Netz = Von Detlev Hüwel ...
Nach gängiger Lesart kennzeichnen vier "M" die Salafisten: männlich, Moslem, Migrationshintergrund, Misserfolg. Tatsächlich scheinen viele der jungen Männer Versagenserlebnisse hinter sich zu haben. Entweder in der Schule, im Beruf oder in einer privaten Beziehung. Bei den Salafist

Rheinische Post: Kommentar / Pegida tut der Demokratie gut = Von Horst Thoren ...
Im Grunde sollten wir Pegida dankbar sein! Endlich wird wieder diskutiert. Nach Jahren des beredten Schweigens lebt die politische Debatte auf. Menschen gehen auf die Straße und zeigen damit: Wir sind interessiert an diesem Land und seiner Entwicklung. Das war lange nicht mehr so, war einst ein


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z