neues deutschland: Grüne warnen vor Aufweichung des Parlamentsvorbehalts bei Auslandseinsätzen
ID: 1165489
an diesem Mittwoch über die Bundeswehrmission zur Evakuierung von
EU-Bürgern aus Libyen bekräftigen die Grünen die Bedeutung ihrer
Klage: »Die Bundesregierung versucht, die Schwelle für
zustimmungsbedürftige Einsätze durch die Hintertür mit der
Nicht-Mandatierung des Pegasus-Einsatzes anzuheben«, warnt der grüne
Verteidigungspolitiker Frithjof Schmidt gegenüber der Tageszeitung
"neues deutschland" (Mittwochausgabe). Schmidt wird für seine
Fraktion die Verhandlung in Karlsruhe verfolgen.
Aus Sicht der Grünen geht es bei der Klage von 2011 um
grundsätzliche Fragen der parlamentarischen Demokratie und die Rechte
der Abgeordneten. "Wer entscheidet, wenn Soldatinnen und Soldaten in
einen gefährlichen Einsatz entsendet werden, das Parlament oder die
Exekutive?"
Schmidt weist die Position der Bundesregierung zurück, bei dem
Bundeswehreinsatz habe es sich um eine humanitäre Mission gehandelt,
die nicht mandatierungspflichtig ist. "Ob ein Einsatz
mandatierungspflichtig ist, hängt nicht mit der Frage zusammen, ob
dieser humanitär ist", erklärt der Grünenpolitiker. Ausschlaggebend
sei allein die Frage, ob zum Zeitpunkt der Einsatzentscheidung eine
reale Gefahr besteht, dass es zu einem Waffeneinsatz kommt und
Deutschland in bewaffnete Auseinandersetzungen verstrickt wird. Dies
sei bei der Pegasus-Mission der Fall gewesen, wie selbst der Sprecher
des Auswärtigen Amtes eingeräumt habe.
Sorgen bereitet den Grünen auch die Kommission zum
Parlamentsbeteiligungsgesetz unter der Führung des ehemaligen
Verteidigungsministers Volker Rühe. Linke und Grüne boykottieren die
Kommission. "Wer sich die Fragestellungen betrachtet, kann nur
befürchten, dass es hier einzig und allein um die Relativierung der
Parlamentsrechte geht", erklärt Schmidt.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.01.2015 - 05:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1165489
Anzahl Zeichen: 2167
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 233 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Grüne warnen vor Aufweichung des Parlamentsvorbehalts bei Auslandseinsätzen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Rheinische Post: CDU-Politiker fordern Abbau der kalten Progression schon 2016 ...
Angesichts der erhöhten Wachstumsprognose der Bundesregierung fordern die Wirtschaftspolitiker der Union, bereits 2016 und nicht erst 2017 mit dem Abbau der kalten Steuer-Progression zu starten. "Es ist das Gebot der Stunde, die Bürger so rasch wie möglich von den heimlichen Steuererhöh
Rheinische Post: SPD-Vize Stegner stellt sich im Pegida-Streit hinter Gabriel ...
SPD-Vize Ralf Stegner hat den Besuch von Parteichef Sigmar Gabriel bei einer Veranstaltung mit Pegida-Anhängern in Dresden gegen innerparteiliche Kritik verteidigt. "Ich teile den Ansatz von Sigmar Gabriel, dass wir nicht nur mit den Eliten diskutieren dürfen, sondern auch mit den ganz nor
Rheinische Post: Politikwissenschaftler Patzelt: Pegida-Anhänger nicht weiter beleidigen / Kritik an Politikern ...
Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt hat sich gegen eine "Ausgrenzeritis" im Umgang mit Pegida ausgesprochen. Als Rezept für ein konstruktives Gespräch mit der Bewegung nannte Patzelt gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausg
Westfalenpost: Andreas Thiemann zur Auschwitz-Rede des Bundespräsidenten ...
Von nationaler Identität war und ist in diesen Tagen in Deutschland häufig die Rede. Und leider nicht immer in jener angemessenen Tonlage, die es für dieses sensible Thema gerade hierzulande so dringend gebietet. Mit den Worten des Bundespräsidenten zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzen




