Westfalenpost: Jedes Kind soll wissen dürfen, wer sein Vater ist / Kommentar von Monika Willer zum

Westfalenpost: Jedes Kind soll wissen dürfen, wer sein Vater ist / Kommentar von Monika Willer zum BGH-Urteil über Spenderkinder

ID: 1166038
(ots) - Kinder haben Anspruch darauf zu erfahren, wer ihr
Vater ist - unabhängig vom Alter. Ein anderes Urteil hätte der
Bundesgerichtshof gar nicht sprechen können. Natürlich ist es ein
Segen, wenn Paare mit unerfülltem Kinderwunsch heute auf eine
Samenspende zurückgreifen können, um dennoch Eltern zu werden.
Ungewollte Kinderlosigkeit kann ein Leben lang zutiefst belasten. An
die 100.000 Kinder allein in Deutschland sind per Samenspende
gezeugt. Soweit die Sicht der Eltern. Das so gezeugte Kind hingegen
weiß nicht nur nicht, wer sein Vater ist, dem es im Lauf seines
Lebens in allen möglichen Situationen begegnen kann. Das Kind weiß
auch nicht, wer seine Geschwister sind, was ebenfalls zu
verzweifelten Verwicklungen führen kann. Dass die Befürworter einer
Auskunftssperre argumentieren, hier ginge es nur um
Unterhalts-Abzocke, ist lächerlich angesichts des Leides und der
Entwicklungsstörungen, die Lügen und Vertuschungen verursachen
können. Denn auch kleine Kinder denken schon darüber nach, wo sie
herkommen, wie die Richter treffend bemerkten. Die
Reproduktionsmedizin bringt familienethisch alles durcheinander.
Dabei basiert unsere ganze Ordnung auf dem System Familie mit seinen
Fürsorge- und Verantwortungsstrukturen. Selbst wenn diese Rollen in
modernen Patchwork-Familien längst erfolgreich sozial statt
biologisch definiert werden, durch engagierte Stiefväter und
Stiefmütter ist die Genetik kein Faktor, der sich auf Dauer
ungestraft ignorieren lässt. Deshalb sollte das Kindeswohl gerade in
der Reproduktionsmedizin im Vordergrund stehen. Größtmögliche
Transparenz hilft dabei. Auch einem anonymen Samenspender muss klar
sein, dass dadurch ein Kind entsteht. Sein Kind.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalenpost: Kommentar von Stefan Pohlüber die neue Lust der Bundesbürger am Konsum Weser-Kurier:Über Hass von der Kanzel schreibt Christian Weth:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.01.2015 - 21:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1166038
Anzahl Zeichen: 1996

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 291 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Jedes Kind soll wissen dürfen, wer sein Vater ist / Kommentar von Monika Willer zum BGH-Urteil über Spenderkinder"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Märkische Oderzeitung: zu Gaulands Vorschlag, keine Flüchtlinge aus Nahost mehr aufzunehmen: ...
"Alle vorliegenden Daten über die AfD- und Pegida-Anhänger belegen, dass sie nicht aus der Mitte, sondern vom rechten Rand der Gesellschaft stammen", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. Und genau in dieser trüben Brühe fischt, von niemandem zu bremsen, der brandenburgische AfD-Vorsit

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Kindergeld ...
von Reinhard Zweigler, MZ Noch ziert man sich in der Bundesregierung, eine kräftige Erhöhung des Kindergeldes bekannt zu geben. Doch die ist lange überfällig. Die letzte Anhebung ist fünf Jahre her. Nun könnten es in diesem und im nächsten Jahr zehn Euro pro Monat mehr werden. Aber noch

Allg. Zeitung Mainz: Päuschen / Kommentar zu Lärmpausen ...
Das ist noch einmal gut gegangen für die hessische Landesregierung. Vor allem die Grünen hätten ziemlich blamiert dagestanden, hätte die Fluglärmkommission die Lärmpausen vollständig abgelehnt. Nun geht immerhin ein Modell für ein Jahr in den Probebetrieb. Viele Menschen können dann nac

Allg. Zeitung Mainz: Ernst / Kommentar zu Pegida ...
Schadenfreude wäre jetzt der größte Fehler. Natürlich war und ist die sogenannte Pegida-Bewegung in großen Teilen bedenklich oder nicht tolerabel. Aber auch wenn sie jetzt nach dem Abgang des Duos Bachmann und Oertel zunächst einmal führerlos ist: Die Problematik des Umgangs mit ihr besteh


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z