Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Krankenhäuser fordern mehr Geld für Notfallversorgung
Zwei Grundübel im System
Martin Fröhlich
ID: 1174295
jährlich bei der Versorgung von Notfällen in den Ambulanzen drauf.
Und das, obwohl ein Gutteil der Patienten genauso gut in eine
Notfallpraxis hätte gehen können. Vorweg: Es ist nicht Sache des
Patienten, herauszufinden, ob er ein Kandidat für die
Bereitschaftspraxis oder die Ambulanz ist. Die Grenzen verlaufen
ohnehin fließend. Die Vorwürfe der Krankenhausgesellschaft an die
Kassenärztlichen Vereinigungen mögen in Teilen berechtigt sein. Doch
sie helfen nicht weiter. Stattdessen müssten zwei Grundübel
angegangen werden. Da ist zum einen die Tatsache, dass
Notfallversorgung generell miserabel vergütet wird. Das galt und gilt
für Krankenhäuser wie auch für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte.
Weil Notfallversorgung aber zur unverzichtbaren Grundversorgung
zählt, sollte das Geld im System umverteilt werden. Es müssen mehr
Mittel für Basismedizin her. Problem zwei sind die Parallelsysteme
von Praxen und Ambulanzen. Gelöst würde das nur, wenn man sie
vereinigt. Die Notfallpraxis gehört direkt neben die Ambulanz. Bei
der gemeinsamen Anmeldung wird entschieden, wer wo behandelt wird.
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Datum: 17.02.2015 - 20:30 Uhr
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