Rheinische Post: Kommentar: Sanktionen statt Waffen
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Debalzewo durch die pro-russischen Separatisten stellt einen brutalen
Bruch des zweiten Waffenstillstandsabkommens von Minsk dar. Und sie
belegt, dass die von Russland unterstützten Kämpfer eine Feuerpause
nur so lange einhalten, wie es ihnen in den Kram passt. Trotzdem kann
die Regierung in Kiew nur darauf hoffen, dass sich Putins
Landsknechte nach ihrem Triumph erst einmal mit den bisherigen
Eroberungen zufriedengeben. Das Debakel hat endgültig gezeigt, dass
die ukrainische Armee es nicht mit den von Moskau hochgerüsteten
Separatisten aufnehmen kann. Auch im Westen klammert man sich an das
längst gebrochene Minsk-Abkommen, weil es die einzige Hoffnung
darstellt. Aber man wird darüber nachdenken müssen, was zu tun ist,
wenn auch diese Hoffnung enttäuscht wird. Die Antwort kann nur darin
bestehen, den Preis für Putins zynische Aggression mit zusätzlichen
Sanktionen weiter nach oben zu treiben. Denn sonst werden irgendwann
Waffen geliefert. Mit allen daraus folgenden Konsequenzen.
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Datum: 18.02.2015 - 19:36 Uhr
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