Allg. Zeitung Mainz: Aufs Land / Kommentar zurÄrzteversorgung
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Versorgung in Deutschland". Es sind genügend Ressourcen da, in
Sonderheit Geld - nur schlecht verteilt. Der Medizin-Markt ist
lukrativ, entsprechend laut tönt oft das Kriegsgeschrei zwischen
Politik und Interessenverbänden. Nicht erschrecken lassen! Alles in
allem können sich die Verhältnisse hierzulande im internationalen
Vergleich sehr gut sehen lassen. Sarkastisch ausgedrückt: Oft ist das
Schauspiel "lerne jammern, ohne zu leiden" zu besichtigen. Weil all
das sehr geschäftsmäßig klingt, darf dieser Hinweis nicht fehlen:
Unabdingbar sind in einem Feld, bei dem es mitunter um Leben und Tod
geht, höchstes soziales Engagement und die Bewahrung ethischer
Grundsätze. Dass dabei bei dem einen niedergelassenen
Allgemeinmediziner ein um alle Kosten bereinigtes Jahresbrutto von 60
000, bei dem anderen dagegen von 160 000 Euro zu Buche steht, spricht
weder gegen den einen noch den anderen. So ist die Welt. Was aber
schon bald sehr weh tun könnte, ist die Unterversorgung auf dem Land,
weil mehr Mediziner in die Stadt wollen. Die Politik schlägt vor,
Praxen in Städten "vom Markt zu nehmen". Das klingt nur
marktwirtschaftlich, ist aber in Wahrheit Planwirtschaft. Da weht ein
Hauch von Sozialismus, nicht ohne Charme. Jedoch sprechen gegen diese
Idee zum einen verfassungsrechtliche Bedenken, zum anderen Zweifel,
dass damit wirklich mehr Doktoren aufs Land zu locken wären. Es
bleibt also wohl nur der andere Weg: Anreize schaffen, damit junge
Mediziner Landarzt werden. Da gibt es mannigfache Wege - allesamt
kostengünstiger, als mit deutschen Steuergroschen ausgebildete
Talente ins Ausland abwandern zu lassen.
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Allgemeine Zeitung Mainz
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Datum: 05.03.2015 - 19:39 Uhr
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