Weser-Kurier: Kommentar von André Fesser zu Fahrradstraßen in Bremen
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Fahrradstraßen. Im Plural, wohlgemerkt. Es sind nicht einer, zwei
oder drei - es sind gleich acht Straßenabschnitte, auf denen das
Verkehrsressort den Fahrrädern Vorrang gegenüber anderen,
motorisierten Verkehrsmitteln einräumen will. Ob Joachim Lohse weiß,
was er da tut? Zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl heizt der grüne
Fahrrad-, äh, Verkehrssenator die Debatte um seine Politik damit noch
zusätzlich an. Was, so werden sich Tausende Autofahrer erzürnt
fragen, tut der Mann denn eigentlich mal für uns? Die Antwort ist
simpel: Er baut Fahrradstraßen. Wenn die Diskussion um den Verkehr
der Zukunft eines gezeigt hat, dann dieses: Auf dem Asphalt dieser
Stadt geht es nicht um Radler gegen Fußgänger gegen Autos gegen
Lastwagen. Es geht ums Miteinander. Die Verkehrsdichte Bremens ist zu
hoch, um einzelne Gruppen zu bevorzugen. Es gilt, intelligente
Lösungen zu finden. Fahrradstraßen gehören dazu. Natürlich, sie geben
Fahrrädern mehr Raum an Stellen, an denen sich auch Autofahrer gern
ausbreiten würden. Aber dafür tauchen die Radler dann andernorts eben
seltener auf. Für das Auto bedeutet das dort: mehr freie Fahrt.
Fahrradstraßen helfen, den Verkehr zu kanalisieren und zu entzerren.
Man muss sich nur darauf einlassen.
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Datum: 05.03.2015 - 22:08 Uhr
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