Mitteldeutsche Zeitung: zum Aufbau Ost
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Regionen wie Dresden oder Jena, so haben diese längst Westniveau
erreicht. Im Kern krankt der Osten aber unverändert an einem Mangel
an industrieller Wertschöpfung. Es gibt zu wenige Unternehmen, und
sie sind oft zu klein. Und von den wenigen großen sitzen die
Zentralen oft in Westdeutschland, wohin dann die Steuern fließen.
Die Folge ist, dass ostdeutsche Länder und Kommunen ihre Ausgaben nur
etwa zur Hälfte aus eigenen Steuereinnahmen decken können. So lange
die Ost-Industrie nicht aus sich heraus stärker wächst, muss der
Westen die Lücke schließen. Die Bundesregierung hat das erkannt.
Äußerungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble deuteten bereits vor
geraumer Zeit daraufhin. In Bayern und andernorts regiert der
Egoismus jener, die einst selbst Hilfe brauchten. Ihnen muss man auf
die Sprünge helfen.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 12.03.2015 - 19:47 Uhr
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