NABU: Jetzt bundesweiten Aufruf gegen Fracking unterschreiben

NABU: Jetzt bundesweiten Aufruf gegen Fracking unterschreiben

ID: 1189052
(ots) - Berlin - Am heutigen Freitag hat der NABU eine
bundesweite Kampagne gegen die Förderung von Erdöl und Erdgas mittels
der Fracking-Technik gestartet. Städte, Gemeinden und Bürger können
ab sofort einen Aufruf unterzeichnen und so ihren Protest gegen die
umstrittene Fördermethode zum Ausdruck bringen. "Fracking belastet
unser Grund- und Trinkwasser auf Jahrzehnte, verbraucht enorme
Flächen und zerstört unsere Natur und Landschaft. Mit seinem Aufruf
will der NABU allen Bürgern die Chance geben, ein klares 'Nein' zur
Fracking-Technologie an Politik und Energieunternehmen zu senden",
sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Dazu steht unter www.NABU.de/frackingfrei ein Aufruf bereit, unter
dem Motto "Meine Gemeinde soll frackingfrei bleiben". Dieser kann bis
zum 8. Mai, wenn das Fracking-Gesetz voraussichtlich das
parlamentarische Verfahren durchlaufen hat, unterschrieben werden.
Mit jeder Unterschrift wird dabei der Widerstand auf einer
Deutschlandkarte sichtbarer.

Bereits zum Start haben sich mehr als 1.000 Städte und Gemeinden
gegen die umstrittene Bohrmethode ausgesprochen. "Auch wenn die
Bundesregierung gern anderes behauptet: Mit ihren Regelungen hat die
Große Koalition einem Fracking-Ermöglichungsgesetz Tür und Tor
geöffnet", warnte NABU-Präsident Tschimpke. Die Entwürfe für das
Fracking-Gesetz seien eine Mogelpackung und erlaubten Fracking durch
die Hintertür. Mit dem Gesetzespaket könnten der Schutz von Mensch,
Natur und Wasser nicht gewährleistet werden.

Es komme daher jetzt darauf an, dass die Bundesländer und
Bundestagsabgeordnete dort nachbessern, wo die Bundesregierung zu
schlampen droht. "Jeder Parlamentarier sollte wissen, dass es auch an
ihm liegt, ob Seen, Talsperren, Felder, Quellen und Heilbäder vor den
Gefahren und Risiken der Erdöl- und Erdgasförderung geschützt


werden", sagte der NABU-Präsident.

Die Bundesregierung plant, ihr Fracking-Gesetz am 25. März 2015
zunächst im Kabinett zu verabschieden. Anschließend geht das Gesetz
in das parlamentarische Verfahren von Bundesrat und Bundestag. "Bis
zur Entscheidung von Bundesrat und Bundestag bleibt uns allen noch
ein kurzes Zeitfenster, um den Parlamentariern unmissverständlich
klar zu machen, dass der Schutz von Mensch, Natur und Trinkwasser für
uns Vorrang haben", so Tschimpke.

Mehr Infos & Pressefotos

www.NABU.de/frackingfrei



Pressekontakt:
Ulf Sieberg, NABU-Energieexperte, Tel. +49 (0)30.284984-1521,
Mobil +49 (0)173.9001782, E-Mail: Ulf.Sieberg@NABU.de

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Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958

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Datum: 20.03.2015 - 11:09 Uhr
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