Saarkonjunktur: Aufschwung gewinnt an Kraft

Saarkonjunktur: Aufschwung gewinnt an Kraft

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2.500 bis 3.000 neue Arbeitsplätze in diesem Jahr



(PresseBox) - Das Stimmungsbild der Saarwirtschaft hat sich zu Beginn des Frühlings weiter aufgehellt. Der IHK-Lageindikator, der die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen widerspiegelt, ist im März zum vierten Mal in Folge gestiegen. Gegenüber Februar hat er sich nochmals um 1,7 Punkte auf 36,6 Zähler verbessert. Belebende Impulse kommen derzeit insbesondere von der Industrie. Nach einem Anstieg um 4,7 Punkte erreicht der Indikator hier den höchsten Stand seit September 2011. Verbessert haben sich zugleich auch die Aussichten der Unternehmen für das Sommerhalbjahr. Der IHK-Erwartungsindikator kletterte ebenfalls um 1,7 auf nunmehr 4,1 Punkte. "Der Aufschwung hat im März weiter an Kraft und Breite gewonnen. Der Export wird dabei zunehmend zum Konjunkturtreiber. Zum einen hilft hier der schwächere Euro, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Exportwirtschaft im Dollarraum und in Asien spürbar verbessert hat. Zum anderen kommen Impulse von der fortschreitenden Konjunkturerholung in den Südländern der EU. Im Inland setzt der niedrige Ölpreis zusätzliche Kaufkraft für andere Produkte und Leistungen frei. Davon profitieren neben den Konsumgüterbranchen auch der Handel und die haushaltsnahen Dienstleister. Insgesamt sehen wir gute Chancen, dass die Saarwirtschaft aufgrund ihrer Exportstärke in 2015 etwas kräftiger wachsen wird als die deutsche Wirtschaft im Ganzen. Konkret erwarten wir für 2015 ein Saar-Wachstum in der Größenordnung von zwei bis 2,5 Prozent (bisherige Prognose: 2,0 Prozent). Gegenüber dem Bund dürfte 2015 damit das zweite Aufholjahr in Folge werden." So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Märzumfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten. Die IHK weist darauf hin, dass ihre Prognose an die Bedingung geknüpft ist, dass sich die geopolitischen Krisen nicht wieder verschärfen.
Insgesamt bewerten derzeit 45 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit "gut", 47 Prozent mit befriedigend und 8 Prozent mit "schlecht". Der Blick in die Branchen zeigt, dass der Aufschwung inzwischen fast alle Branchen ergriffen hat. Lebhafte Geschäfte melden vor allem der Fahrzeugbau, der Maschinenbau, die Automatisierungstechnik und die Medizintechnik. Eher befriedigend ist die Lage in der Stahlindustrie, in der Elektroindustrie, im Stahlbau, bei den Herstellern von Metallwaren, in der Bauwirtschaft sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie. Allein in der Holz verarbeitenden Industrie gibt es mehr Negativ- als Positivmeldungen. Ausgesprochen zufrieden zeigen sich die Unternehmen aus dem Dienstleitungsbereich. Hier bewerten insgesamt 96 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend und nur noch 4 Prozent mit schlecht.


Arbeitsmarkt bleibt weiter freundlich
Für das Sommerhalbjahr erwarten die Unternehmen eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Insgesamt rechnen zehn Prozent der Betriebe mit besseren, 84 Prozent mit gleich bleibenden und nur noch sechs Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen vor allem auch aus der Industrie - insbesondere aus dem Maschinenbau, dem Fahrzeugbau und von den Gießereien. Weiterhin positiv gestimmt sind zudem die IT-Dienstleister und das Verkehrsgewerbe. Giersch: "Die gute Grundstimmung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Investitionsneigung in der Wirtschaft nach wie vor gedämpft ist. Die Unternehmen brauchen nach den aus ihrer Sicht problematischen Reformen - Rente mit 63, Mütterrente, Mindestlohn - jetzt klare Signale, dass die Bundesregierung künftig wieder stärker auf Wachstumskurs gehen will. Mehr öffentliche Investitionen und steuerliche Erleichterungen wie etwa die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung wären erste Schritte, um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen."
Der Arbeitsmarkt wird trotz des Mindestlohns, dessen Auswirkungen auf die Beschäftigung derzeit noch nicht abzuschätzen sind, auch in diesem Jahr weiter freundlich tendieren. Giersch: "Die positiven Konjunktureffekte dürften die negativen Arbeitsmarkteffekte des Mindestlohns mehr als wettmachen. Per Saldo erwarten wird deshalb in diesem Jahr einen Aufbau an Beschäftigung in der Größenordnung zwischen 2.500 und 3.000 Stellen."

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Datum: 25.03.2015 - 11:18 Uhr
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