Bundesweiter Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai / Starke Patienten leben besser
ID: 1193487
verhalten sich nicht therapietreu, sagt die
Weltgesundheitsorganisation (WHO). Gerade nach einem Schlaganfall
kann das schwerwiegende Folgen haben. Am 10. Mai ist der bundesweite
Tag gegen den Schlaganfall. Er trägt das Motto "Starke Patienten
leben besser".
Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen
Schlaganfall. Die gute Nachricht: Immer weniger müssen daran
versterben, weil die Akutversorgung auf höchstem Niveau stattfindet.
In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren mehr als 260 Stroke
Units (Schlaganfall-Spezialstationen) durch die Deutsche
Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche
Schlaganfall-Hilfe zertifiziert.
Doch es gibt auch eine Kehrseite. Immer mehr Menschen müssen mit
den oft schwerwiegenden Folgen des Schlaganfalls leben. Er ist die
häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter, viele
Patienten sind dauerhaft auf Therapien und Hilfsmittel angewiesen.
Gleichzeitig hat ein Schlaganfall-Patient ein deutlich erhöhtes
Risiko für einen zweiten, oft deutlich schwereren Schlaganfall. Die
Einnahme von Medikamenten - meist lebenslang - und die Umstellung des
Lebensstils sind lebenswichtig. Das stellt viele Patienten vor große
Herausforderungen.
Warum ist das so? Eine aktuelle französische Studie ist dieser
Frage nachgegangen (Eur Neurol 2014, 72:262-70). Die drei wichtigsten
Gründe für mangelhafte Therapietreue waren Schwierigkeiten bei der
Einnahme der Medikamente, ungenügendes Wissen um die Notwendigkeit
der Behandlung sowie Ängste vor Übermedikation. Der "Tag gegen den
Schlaganfall" will deshalb Patienten ermuntern, sich in seriösen
Quellen zu informieren, Hilfeangebote zu suchen, Schulungen
wahrzunehmen und sich intensiv auf einen Arztbesuch vorzubereiten.
Am 10. Mai 1999 rief die Deutsche Schlaganfall-Hilfe erstmalig den
bundesweiten "Tag gegen den Schlaganfall" aus. Kliniken, Ärzte und
Selbsthilfegruppen führen zum diesjährigen Aktionstag wieder mehr als
80 Veranstaltungen durch.
Pressekontakt:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Carl-Miele-Str. 210, 33111 Gütersloh
Mario Leisle
Telefon: 05241 9770-12
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de
Internet: schlaganfall-hilfe.de
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Datum: 31.03.2015 - 08:00 Uhr
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