Fracking-Gesetz ist ein fatales Signal für den Klimaschutz
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auf den Weg gebracht, das den Einsatz von Hydraulic Fracturing zur
Gewinnung von Erdgas und Erdöl in Deutschland ermöglichen wird.
Aus Sicht des Deutschen Naturschutzrings (DNR), dem Dachverband
der Natur-, Tier und Umweltschutzverbände, sendet die Bundesregierung
damit im Vorfeld der entscheidenden UN-Klimakonferenz im Dezember in
Paris ein fatales Signal: Statt konsequenten Klimaschutz zu
betreiben, setzt sie weiterhin auf klimaschädliche fossile
Energieträger. "Um die Klimaziele zu erreichen, muss ein Großteil der
fossilen Ressourcen in der Erde bleiben. Es ergibt keinen Sinn, jetzt
durch Fracking weitere Lagerstätten zu erschließen - zudem mit einer
risikoreichen Technik und mit umweltschädlichen Methoden", erklärte
DNR-Generalsekretärin Liselotte Unseld.
Aufgrund des Chemikalieneinsatzes und des Freiwerdens giftiger
Lagerstättenwasser ist Fracking eine große Gefahr für Grund- und
Trinkwasser. Außerdem wird beim Hydraulic Fracturing rund 30 Prozent
mehr klimaschädliches Methan freigesetzt als bei der konventionellen
Erdgasförderung.
Darüber hinaus ist Fracking als Brückentechnologie in der
Energiewende vollkommen ungeeignet, wie schon der Sachverständigenrat
für Umweltfragen (SRU) festgestellt hat. Auch angesichts nicht
abschätzbarer Folgekosten für die gesamte Volkswirtschaft ist es
daher ökonomisch folgerichtig, die unkonventionellen Erdgas- und
Erdölvorräte in Deutschland im Boden zu belassen. Nur ein
konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien und der
Energieeffizienz sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen Wirtschaft.
"Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss konterkariert die
Bundesregierung sämtliche klima-, energie- und naturschutzpolitischen
Zielvorgaben. Statt das kostenintensive und risikoreiche Fracking zu
verbieten, nimmt die Regierung mögliche Umwelt- und
Gesundheitsschäden in Kauf und bremst die Energiewende aus",
kritisierte DNR-Frackingexperte Daniel Hiß.
Pressekontakt:
Liselotte Unseld, Generalsekretärin des DNR
E-Mail: Liselotte.Unseld@dnr.de, Tel. 030 / 678 1775 - 99,
mobil 0170 / 8 54 59 69
Daniel Hiß, Frackingexperte, Deutscher Naturschutzring (DNR)
E-Mail: Daniel.Hiss@dnr.de, Tel. 030 / 6781775 - 72,
mobil 01578 / 9203007
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Datum: 01.04.2015 - 10:44 Uhr
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