Immer mehr Verbraucher wollenÖko-Wasserstoff: Greenpeace Energy versorgt 10.000sten proWindgas-Kunden
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Energy verzeichnet steigendes Interesse bei den Verbrauchern. Vom 1.
April an versorgt Deutschlands größte Energie-Genossenschaft ihren
10.000sten Kunden mit dem Gasprodukt proWindgas. Dieses enthält einen
Anteil Wasserstoff, der im Elektrolyseverfahren durch sauberen
Windstrom hergestellt wird. Den Öko-Wasserstoff speist der Hamburger
Ökostrom- und Gasversorger seit Mitte Dezember in den Gasmix für
seine Kunden ein.
Bei dem 10.000sten proWindgas-Kunden von Greenpeace Energy handelt
es sich um die Druckerei oeding print GmbH in Braunschweig. Das
Traditionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern nutzt proWindgas am neuen
Produktionsstandort in Braunschweig. "Auf unserem Weg hin zu einer
nachhaltigeren Druckproduktion ist proWindgas ein wichtiger
Meilenstein" erklärt Roland Makulla, Umweltbeauftragter und
Projektmanager des Unternehmens. "Umweltbelastung und
Treibhausemissionen sollen nicht nachträglich `grün gewaschen`,
sondern von Anfang an aktiv und gezielt vermieden werden. Deshalb
freuen wir uns, dass wir mit proWindgas den Ausbau der
zukunftsweisenden Wasserstoff-Technologie unterstützen".
Die oeding print GmbH ist einer der ersten größeren Betriebe, die
Windgas von Greenpeace Energy nutzen. "Seit unserer Preissenkung und
dem Beginn der Wasserstoffeinspeisung Ende vergangenen Jahres hat das
Kundeninteresse an unserem Gasprodukt enorm angezogen", sagt Sönke
Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy, "denn für die Verbraucher
bietet Windgas nicht nur einen ökologischen Mehrwert, sondern kann
langfristig eine nachhaltige Alternative zu konventionellem Erdgas
oder zu Biogas sein."
Ins Erdgasnetz eingespeist wird das Windgas von Greenpeace Energy
in einer Anlage des Kooperationspartners Enertrag im
brandenburgischen Prenzlau. Dort spaltet ein so genannter
Elektrolyseur Wasser durch chemische Prozesse in Sauerstoff und
nutzbaren Wasserstoff auf - angetrieben mit Strom aus drei
benachbarten Windkraftanlagen. Weil dadurch auch überschüssiger
Windstrom aufgefangen wird, kann der Elektrolyseur das Stromnetz
entlasten. Der durch Windstrom CO2-neutral erzeugte Wasserstoff wird
dem Erdgas im Netz beigemischt und kann von den Verbrauchern ganz
normal zum Heizen, Backen oder Kochen genutzt werden.
"Die Speicherung von überschüssiger Wind- und Sonnenenergie wird
zu einer immer größeren Herausforderung für die Energiewende." sagt
Greenpeace-Energy-Vorstand Sönke Tangermann, "denn mit dem
voranschreitenden Ökostrom-Ausbau und immer mehr natürlich
schwankender Energieerzeugung im Netz wird Windgas eine unerlässliche
Speichertechnologie für die Zukunft. Allein 2013 konnten nach Zahlen
der Bundesnetzagentur wegen Engpässen im Stromnetz rund 555
Gigawattstunden Ökostrom nicht ins deutsche Stromnetz eingespeist
werden. Das sind 44 Prozent mehr als im Vorjahr.
"Gemeinsam mit unseren Kunden können wir dafür sorgen, dieses für
die Energiewende wichtige Windgas-Verfahren schon heute am Markt zu
etablieren", so Tangermann. Im laufenden und im kommenden Jahr will
Greenpeace Energy Windgas-Mengen mit einer Leistung von jeweils 800
Megawattstunden für seine Kunden einspeisen lassen. 2017 soll dieses
Volumen allein in Prenzlau auf rund eine Gigawattstunde gesteigert
werden. Daneben plant Greenpeace Energy, bundesweit weitere Partner
zur Windgas-Versorgung zu gewinnen. Dadurch will das Unternehmen den
Anteil von Windgas am eigenen Gasmix in den kommenden Jahren
kontinuierlich ausbauen. Der Gasabsatz von Greenpeace Energy belief
sich im Jahr 2013 auf rund 128 Gigawattstunden. Der Anteil von
Windgas am Mix liegt aktuell bei 0,4 Prozent und ist per
"Gasbarometer" auf der Unternehmens-Webseite einsehbar.
Hintergrundinfos
Greenpeace Energy treibt die Entwicklung der Windgas-Technologie
bereits seit dem Jahr 2011 voran. Seit damals unterstützen die
Gaskunden der Energie-Genossenschaft dieses Engagement über den
proWindgas-Tarif, indem sie für jede verbrauchte Kilowattstunde Gas
einen Förderbeitrag von 0,4 Cent entrichten. Das so eingesammelte
Geld wurde seitdem nicht nur in den Aufbau einer
Windgas-Infrastruktur investiert, sondern auch in die Erforschung
wissenschaftlicher und technischer Grundlagen.
Die oeding print GmbH gehört zu den modernsten Druckereien in
Deutschland. Das mittelständische Unternehmen bedruckt rund 140
Tonnen Papier im Monat und hat unter wissenschaftlicher Begleitung
durch die Ostfalia Hochschule ein neues Produktionsgebäude im
Plusenergie-Standard geplant und gebaut. Dort erzeugen ein BHKW und
eine PV-Anlage über 500.000 Kilowattstunden erneuerbare Energie, die
direkt im Gebäude genutzt wird. Abwärme aus dem Produktionsprozess
wird in thermischen Speichern gepuffert und ganzjährig zur Heizung
und Kühlung des Gebäudes eingesetzt.
Pressekontakt:
Christoph Rasch
Politik und Kommunikation
Greenpeace Energy eG
Telefon 040 / 808 110 - 658
christoph.rasch@greenpeace-energy.de
www.greenpeace-energy.de
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Datum: 01.04.2015 - 11:02 Uhr
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