WAZ: Noch nicht reif für die Karriere
- Kommentar von Matthias Korfmann zum Bachelor
ID: 1203543
Absolventen aus, die die Firmen gar nicht brauchen? Vorsicht ist
angebracht bei Pauschalurteilen. Denn hinter der Kritik der
Industrie- und Handelskammern an der Praxisferne des Bachelors darf
auch eine politische Absicht vermutet werden. Immer mehr Studenten
bedeutet: immer weniger Lehrlinge. Und das gefällt Teilen der
Wirtschaft, insbesondere dem Handwerk, nicht.
Der wohl größte Nachteil der Bachelor-Absolventen ist ihr Alter.
"Fehlende Reife" wird ihnen vielfach attestiert. Dafür aber können
die jungen Menschen nichts. Das ist die logische Folge verkürzter
Schul- und Studienzeiten. Abi mit 18, Bachelor mit 21 - unter diesen
Bedingungen müssen Unternehmen selbst "nachjustieren", wenn sie
Nachwuchs-Führungskräfte haben wollen.
Der beste Rat, den man Schulabgängern mit Hochschulreife unter
diesen Umständen geben kann, ist: Betrachtet den Bachelor als
Zwischenstation zum Master. Dieser höhere Abschluss gefällt sogar der
kritischen Wirtschaft. Mit diesem Abschluss seid Ihr reif für den
Beruf.
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Datum: 23.04.2015 - 19:30 Uhr
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