Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Gauck/Türkei/Völkermord
ID: 1203573
Vergangenheit zu stellen, darf nicht nur in Richtung Türkei gelten.
Sie muss - gerade in diesem Fall - auch für die Kirchen, auch für die
Deutschen gelten. Denn auch sie haben Schuld auf sich geladen. Zum
ökumenischen Gedenkgottesdienst im Berliner Dom hat der
EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm beispielhaft daran
erinnert, dass die evangelische Kirche damals über den
Armenier-Genozid genau Bescheid wusste, aber wegschaute und untätig
blieb.
Bundespräsident Joachim Gauck schilderte, dass deutsche Militärs
an der Planung und einige sogar an der Durchführung von Deportationen
beteiligt waren. Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg hatte
1915 von Berlin aus dekretiert: "Unser einziges Ziel ist, die Türkei
bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob
darüber Armenier zu Grunde gehen oder nicht." Es ist notwendig, auch
über diese Wahrheiten zu sprechen. Nur wer eigenes Versagen
anerkennt, kann andere glaubwürdig ermuntern, die düsteren Seiten
seiner Geschichte nicht zu verdrängen.
Pressekontakt:
Stuttgarter Zeitung
Redaktionelle Koordination
Telefon: 0711 / 7205-1225
E-Mail: newsroom.stuttgarterzeitung(at)stz.zgs.de
http://www.stuttgarter-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.04.2015 - 22:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1203573
Anzahl Zeichen: 1442
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Stuttgart
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 333 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Gauck/Türkei/Völkermord"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Stuttgarter Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit dem Votum von Grünen und FDP zugunsten von Sondierungsgesprächen mit der SPD ist noch keine Entscheidung für eine Ampel gefallen. Aber eine Vorentscheidung. Beiden Parteien ist klar geworden, dass die Union derzeit weder regierungsfähig noch regierungswillig ist. (...) Grüne und Liberale
"Stuttgarter Zeitung" zum Anschlag in Würzburg ...
Die Persönlichkeit und die Entwicklung des Täters müssen genau untersucht werden. Denn nur so lassen sich Verbrechen dieser Art verhindern. Die wichtigste offene Frage: Was hat dieser 24-Jährige die ganze Zeit, immerhin sechs Jahre, in Deutschland gemacht? Gab es Sprach- und Integrationskurse? H
Die "Stuttgarter Zeitung" kommentiert die Beobachtung der "Querdenker" durch den Verfassungsschutz: ...
Wo das Querdenken zur bloßen Quertreiberei missrät, sind Kollisionen mit Recht und Gesetz unvermeidlich. Querdenken kann auch ins Abseits führen, etwa in einen braunen Sumpf. Das lässt sich am Beispiel der gleichnamigen Organisation besichtigen, die in Stuttgart zu Hause, aber längst bundesweit
Weitere Mitteilungen von Stuttgarter Zeitung
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu EU-Sondergipfel/Flüchtlinge ...
Keine Frage, das klingt beeindruckend. Beim EU-Gipfel kündigten die Staats- und Regierungschefs einer nach dem anderen an, Schiffe, Flugzeuge und Helikopter zur Rettung von Bootsflüchtlingen ins Mittelmeer zu schicken. Deutschland wird mit zwei Schiffen Gutes tun. Mit ihrer Ausweitung kann die
Das Erste, Freitag, 24. April 2015, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Patrick Sensburg, Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses,Thema: BND-Skandal 8.05 Uhr, Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, Thema: Flüchtlinge Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel. 0221-220-7120 Agentur Ulrike Boldt, Tel
Westfalenpost: Nicht hinter angeblichen Unmöglichkeiten verstecken / Kommentar von Knut Pries zur Flüchtlingspolitik der Europäischen Union ...
In der EU-Flüchtlingspolitik sind Handlungsnot und Handlungsfähigkeit in ein gefährliches Missverhältnis geraten. Ausdruck ist ein Sondergipfel reich an Bekenntnissen und arm an Beschlüssen. Bei der Auffindung von Handlungsoptionen will keiner zurückstehen: Zehn-Punkte-Plan der Kommission,
WAZ: Europa darf sich nicht verstecken - Kommentar von Knut Pries zum Flüchtlingsgipfel ...
In der EU-Flüchtlingspolitik sind Handlungsnot und Handlungsfähigkeit in ein gefährliches Missverhältnis geraten. Sinnfälliger Ausdruck ist ein Sondergipfel reich an Bekenntnissen - und arm an Beschlüssen. All die wohlmeinenden Vorschläge müssen nun umgesetzt werden. Doch überall türme




