Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin im exklusiven TV-Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin: "Die Beziehungen heute zwischen Israel und Deutschland sind keine Entschädigung für den Holocaust."
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deutsch-israelische Beziehungen" hat der israelische Staatspräsident
Reuven Rivlin in einem exklusiven TV-Interview mit dem
ZDF-Morgenmagazin betont: "Die Beziehungen heute zwischen Israel und
Deutschland sind keine Entschädigung für den Holocaust. Der Holocaust
wird immer ein Trauma bleiben."
Rivlin weiter: "Die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland,
zur Regierung und zur deutschen Kanzlerin basieren nicht auf der
Idee, dass Deutschland Israel in jeder Hinsicht, um jeden Preis und
jederzeit unterstützen muss." Deutschland und Israel hätten
inzwischen "normale Beziehungen" erreicht, und könnten so "als
Freunde akzeptieren, dass wir nicht immer einer Meinung sind."
Deutschland müsse aber auch verstehen, dass "die Notwendigkeit
Israels sich zu verteidigen zu Entscheidungen führen kann, die für
Europa nicht immer akzeptabel sind."
Auf die Frage nach einer neuen Welle von Antisemitismus in Europa
und Deutschland sagte Rivlin: "Man sagt heutzutage oft, dass
Antisemitismus aus einer Protesthaltung gegenüber Israel entsteht.
Nein, diese Anti-Israel-Haltung entsteht aus Antisemitismus, sie
existiert, weil in Israel das jüdische Volk lebt." Antisemitismus sei
"vor allem eine Gefahr für Europa selbst", Israel wiederum sei "der
Beschützer aller Juden, falls diese das benötigen."
Das Interview wird am Montag, 11. Mai 2015, 7.05 Uhr, im
ZDF-Morgenmagazin ausgestrahlt.
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Datum: 10.05.2015 - 15:49 Uhr
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