bpa-Präsident zur kommunalen Gestaltung in der Pflege / Wahlmöglichkeiten statt Reglementierung
ID: 1211627
Vorstellungen zur Stärkung der kommunalen Gestaltung in der Pflege
vorgestellt. Dazu erklärt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands
privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa): "Bereits heute sind
Länder und Kommunen mitverantwortlich für eine leistungsfähige,
regional gegliederte, ortsnahe und aufeinander abgestimmte
pflegerische Infrastruktur. Seit Einführung der Pflegeversicherung
haben Länder und Kommunen diesen gesetzlichen Auftrag eher
vernachlässigt. Die Einsparungen aus der Sozialhilfe sollten in die
Förderung der Infrastruktur fließen, was regelhaft nicht erfolgt ist.
Insofern ist es gut, dass jetzt die Mitverantwortung wieder gesehen
wird."
Aus Sicht des bpa-Präsidenten sollen die Kommunen dafür sorgen,
dass regional ein breit gefächertes pflegerisches Angebot
bereitsteht, aus dem die pflegebedürftigen Menschen und ihre
pflegenden Angehörigen das für sie passende Angebot auswählen können.
"Aufgabe muss es sein, Versorgungslücken zu erkennen und diese zum
Wohle der Pflegebedürftigen zu schließen", so Meurer. "Dabei ist es
die zentrale Aufgabe, den Weg zu bereiten. Sie müssen sich als
Unterstützer begreifen, nicht als Verhinderer. Es ist richtig, dass
hier nicht erneut eine Bedarfssteuerung eingeführt wird."
Die jetzt vorgestellten Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass
auch künftig in die pflegerische Infrastruktur investiert wird. "Der
Verzicht auf staatliche Reglementierung durch die Kommunen und damit
auf die Steuerung bzw. Verhinderung des Angebots an
Pflegeeinrichtungen ist nicht nur richtig, weil sich ansonsten auch
das letzte Bundesland aus der Förderung der Infrastruktur
zurückziehen würde", so Meurer und weiter: "Da Kommunen nicht das
Risiko der Betreiber von Pflegeeinrichtungen tragen, wäre ein
steuernder Eingriff auch nicht notwendig. Gewinner werden die
pflegebedürftigen Menschen sein, die sich jetzt auf breite
Wahlmöglichkeiten verlassen können."
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa
20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 20,6 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Herbert Mauel, Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel.:
030/30 87 88 60, www.bpa.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
gewerkschaften
soziales
arbeit
innenpolitik
beruf
rechtsprechung
pflegeversicherung
gesundheitspolitik
ausbildung
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.05.2015 - 17:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1211627
Anzahl Zeichen: 3061
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"bpa-Präsident zur kommunalen Gestaltung in der Pflege / Wahlmöglichkeiten statt Reglementierung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
bpa pocht auf Gleichbehandlung aller Träger bei Gehaltsrefinanzierungen "Die Bundesregierung stiehlt sich aus der eigenen finanziellen Verantwortung für die Krankenversicherung und spart jetzt bei den Gehältern der Pflegekräfte. Und das auch noch völlig willkürlich und unfair. KrankenhÃ
Meurer: "Wir überprüfen diese Punkte und werden alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen." / bpa fordert sorgfältigere Beratung des GKV-Gesetzes und kündigt eigene verfassungsrechtl ...
Angesichts des Eilantrags der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf mehr Beratungszeit für das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sagt der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) Bernd Meurer: "Eine Reform, die die medizinische und pflegerische Versorgun
Meurer zur GKV-Reform: "Ist denn die Arbeit der Pflegekräfte bei privaten Trägern weniger wert?" / bpa fordert: Refinanzierung von Gehaltssteigerungen muss für alle Träger einheitlich se ...
Zu den in den Änderungsanträgen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Änderungen bei der Refinanzierung von Gehaltssteigerungen in der häuslichen Krankenpflege und der außerklinischen Intensivpflege sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Weitere Mitteilungen von bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Bioland fordert Pestizidverbote: Keine Neuzulassung von Glyphosat und Neonikotinoiden ...
Pestizide schaden unserer Gesundheit, zerstören die Artenvielfalt und machen Bauern abhängig von Chemiekonzernen. Trotzdem landen immer mehr Gifte auf den Äckern. Bioland fordert deshalb einen Ausstieg aus der Zulassung besonders gefährlicher Gifte und eine Pestizidabgabe nach dem Verursach
Trauma-Therapie von Flüchtlingen gefährdet / Bundesvorsitzende der psychosozialen Zentren: "Das wird eine existentielle Angelegenheit" ...
Die Trauma-Therapie von Flüchtlingen in Deutschland ist gefährdet. Bereits jetzt können ursprünglich bewilligte Therapien teilweise nicht mehr begonnen werden. Das berichten mehrere betroffene Einrichtungen dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz". Die Therapie von traumatisierten Flü
stern-RTL-Wahltrend: Grüne legen zu, Union und SPD verlieren / Forsa-Chef Güllner: Stimmung in Baden-Württemberg pro Kretschmann ...
Von der BND-Affäre profitieren im stern-RTL-Wahltrend nun die Grünen, die gleich um zwei Punkte auf 12 Prozent klettern - ihren höchsten Wert seit der Bundestagswahl 2013. Sowohl die Unionsparteien CDU/CSU als auch die SPD büßen dagegen im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Punkt ein - di
Stuttgarter Zeitung: SPD-Vize Schäfer-Gümbel gibt Kanzlerin die Schuld für sinkende Wahlbeteiligung - Erklärung Merkels in BND-Affäre gefordert ...
Die SPD erhöht den Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Interview der Stuttgarter Zeitung (Dienstagsausgabe) gibt SPD-Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel ihr jetzt auch eine Mitschuld an den immer weiter sinkenden Wahlbeteiligungen. "Die Entpolitisierung von Entscheidungen, so wie d




