WAZ: Die Quote muss kommen
- Kommentar von Christopher Onkelbach
ID: 1211664
so viele Flüchtlinge wie nie zuvor. Zugleich steigt die Zahl der
Asylbewerber weiter. Europa hat viel zu lange damit gewartet, sich
ernsthaft um die Flüchtlingsproblematik zu kümmern. Tausende Menschen
mussten sterben, während die Politik diskutierte.
Zwei Probleme müssen nun schnell gelöst werden. Erstens: Für
Schutzsuchende gibt es keine legalen, sicheren Wege nach Europa. Sie
sind gezwungen, riskante Routen zu wählen - etwa über das Mittelmeer.
Der neue Vorschlag von Migrationsforschern könnte eine Lösung
aufzeigen: Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Eritrea und Somalia,
die im Asylverfahren ohnehin mehrheitlich anerkannt werden, sollte
die EU zunächst aufnehmen. Dies würde ihnen die lebensgefährlichen
Fluchtwege ersparen.
Damit einher geht - zweitens - eine solidarische Verteilung der
Menschen auf alle Staaten der EU. Bisher nehmen fünf von 28
EU-Ländern etwa zwei Drittel der Asylbewerber auf. Ein faires
Quotensystem nach einem Schlüssel, der Wirtschaftskraft,
Einwohnerzahl und Arbeitslosigkeit berücksichtigt, würde die
Verantwortung gerechter verteilen.
Es kann nicht sein, dass einige wenige Staaten die Hauptlast
tragen, während sich andere aus der Verantwortung stehlen - wie etwa
Großbritannien. Mit dem Quotensystem würde sich Europa von der
bisherigen Abschottungspolitik ein Stück weit verabschieden - es wird
höchste Zeit dafür.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.05.2015 - 19:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1211664
Anzahl Zeichen: 1773
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 247 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Die Quote muss kommen
- Kommentar von Christopher Onkelbach"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
neues deutschland: Geplante EU-Quotenregelung für Flüchtlinge: Verkalkuliert ...
Endlich sollen alle EU-Mitgliedsstaaten in die Pflicht genommen werden, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht. Ein überfälliges Ansinnen, das durch eine Quotenregelung, die EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an diesem Mittwoch vorstellen wird, bewerkstelligt werden soll. Wen
SWR2 Wissen: Das Leiden der Jesiden im Nordirak ...
SWR2 Wissen sendet am 14. Mai 2015 um 15.05 Uhr ein Feature über den Überlebenskampf der Jesiden im Krisengebiet Nordirak. Der SWR-Radioreporter Martin Durm reiste dafür im Oktober 2014 in das Lalisch-Tal. In seinem Feature "Die Gejagten" thematisiert er die Hintergründe des jesidi
phoenix Live: Merkel empfängt Poroschenko - Mittwoch, 13. Mai 2015, 9.00 und 14.00 Uhr ...
Nach ihrer Moskau-Reise am vergangenen Sonntag trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel den ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko. phoenix überträgt ab 14.00 Uhr live aus Berlin. Anlässlich des Treffens spricht Hans-Ulrich Stelter in Vor Ort ab 9.00 Uhr mit Gernot Erler, Russlandbea
Weser-Kurier: Kommentar von Mirjam Moll zum Finanzstreit der EU mit Athen ...
Es ist kein Wunder, dass den Finanzministern der Eurogruppe langsam die Lust vergeht, im Zweiwochentakt nach Brüssel zu reisen, um dort wieder und wieder über dasselbe Thema zu verhandeln, ohne dass neue Fakten auf dem Tisch liegen. Von den beiden neuen Athener Unterhändlern erwartete man - e




