Weser-Kurier: Kommentar von Jürgen Hinrichs zur Gewoba-Bilanz
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Schwarze Zahlen, hohe Eigenkapitalquote, und für die Eigentümer, zu
denen mit einem Mehrheitsanteil auch die Stadt Bremen gehört, sind
jedes Jahr ein paar Millionen Euro übrig, die als Dividende
ausgezahlt werden. Die fast 42.000 Wohnungen, die in Bremen,
Bremerhaven und Oldenburg bewirtschaftet werden, sind so gut wie alle
vermietet. Zu einem Preis, der im Durchschnitt unter dem Satz im
sozialen Wohnungsbau liegt. Gewoba, heißt das, kann man sich leisten.
Es gab Zeiten, da hatte die CDU in Bremen einen Verkauf der
städtischen Anteile des Unternehmens gefordert. Getreu dem Motto,
dass Wirtschaft etwas für Private ist und der Staat sich gefälligst
raushalten soll. Nebenbei schielte man auf den Erlös so eines
Verkaufs. Das Tafelsilber vergolden - aber daraus wurde nichts. Ein
Glück, denn erstens wirft die Gewoba Gewinne ab. Und zweitens,
wichtiger, ist sie ein Instrument, um Einfluss auf den Wohnungsmarkt
zu nehmen. Ihn allein den Privaten zu überlassen, kann zu Auswüchsen
führen, wie man in Tenever oder in Vegesack sieht, wo Spekulanten ihr
Spiel treiben. Einmal hätte die Gewoba im vergangenen Jahr dazwischen
funken können, das hat sie verschlafen - der einzige Minuspunkt in
einer sonst tadellosen Bilanz.
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Datum: 12.05.2015 - 21:21 Uhr
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