Weser-Kurier: Kommentar von Kristina Läsker zu Rückrufen von Autos
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klingt, ist in den USA längst passiert. Mindestens sechs Menschen
starben bei Unfällen, verursacht durch schadhafte Airbags von Takata.
Der japanische Zulieferer produziert jeden fünften Airbag weltweit.
Jetzt müssen fast 34 Millionen Autos zurück in die Werkstatt - so
viele wie nie zuvor. Das ist peinlich und teuer für betroffene
Konzerne wie Toyota, BMW und Fiat Chrysler. Doch was schlimmer ist:
Der Splitter-Airbag ist nur ein defektes Serienteil von vielen. Immer
mehr Hersteller wie General Motors (defekte Zündschlösser), Toyota
(klemmende Gaspedale) und VW (Probleme mit Hinterachsen) müssen
Fahrzeuge zurückholen. Schuld am Debakel ist der brutale Preiskampf.
Diesen Druck geben Hersteller oft direkt an Zulieferer weiter, das
geht zulasten der Qualität. Dabei wäre das Gegenteil nötig: Statt die
Zulieferer zu drücken und Innovationszyklen zu verkürzen, sollten
Hersteller rechtzeitig investieren. Sie müssten Produzenten
ausreichend Geld und Zeit zugestehen. Oft geht es nur um
Cent-Beträge, doch das rächt sich: Weil billige Banalitäten wie
defekte Zündschlösser und Gaspedale manchmal teure Katastrophen
auslösen. Bei häufigen Rückrufen geht das kostbarste Gut für
Autobauer verloren: das Vertrauen in die Sicherheit.
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Datum: 20.05.2015 - 21:13 Uhr
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