BUND-Aktivisten fordern Absage an TTIP. Kundgebung vor Willy-Brandt-Haus mit SPD-Politiker-Zitaten
ID: 1227862
Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben anlässlich des heute
im Willy-Brandt-Haus stattfindenden SPD-Konvents gegen die
Freihandelsabkommen TTIP und CETA demonstriert. Mit langen
aufgespannten roten Bändern erinnerten sie die Delegierten an die
"Roten Linien" der Partei zu TTIP und hielten Schilder hoch mit
TTIP-kritischen Äußerungen von SPD-Chef Sigmar Gabriel ("Das
Freihandelsabkommen leidet an mangelnder Transparenz"),
Bundesjustizminister Heiko Maas, SPD ("Verbraucherschutz darf keine
Verhandlungsmasse sein") und Bundesumweltministerin Barbara
Hendricks, ebenfalls SPD ("TTIP würde die Errungenschaften von
Arbeiterbewegung, Frauenbewegung und Umweltbewegung zerstören").
"Wir fordern die SPD auf, endlich Gesicht zu zeigen: Gegen
privilegierte Konzernklagerechte, gegen die Unterminierung der
Demokratie durch regulatorische Kooperation, gegen die Schwächung
ökologischer und sozialer Standards und gegen die Privatisierung
öffentlicher Dienstleistungen wie zum Beispiel der Wasserversorgung.
Die Partei als Ganzes sollte der Berliner SPD folgen, die den
sofortigen Abbruch der TTIP-Verhandlungen gefordert hat", sagte Maja
Volland, BUND-Handelsexpertin.
Die SPD müsse sich beim Thema TTIP an die von ihr festgelegten
"Roten Linien" halten, forderte Volland. "Rote Linien der SPD sind
neben anderen ein klares Nein zu Investor-Staat-Schiedsverfahren, die
Forderung, dass TTIP zu verbesserten Arbeits-, Gesundheits- und
Umweltstandards führen muss sowie der umfassende Schutz der
öffentlichen Daseinsvorsorge. Vor allem Wirtschaftsminister Gabriel
ist dabei, bei CETA und TTIP diese Roten Linien zu überschreiten. So
stellt er sich mit seinen Reformvorschlägen zum
Investor-Staat-Schiedsverfahren nicht konsequent gegen
Sonderklagerechte für ausländische Konzerne. Nimmt die SPD ihre Roten
Linien ernst, muss sie eine Ratifizierung von CETA ablehnen und für
TTIP ein neues Handelsmandat unter völlig anderen Vorzeichen
fordern", sagte Volland.
In den zurückliegenden Monaten sammelte der Umweltverband zusammen
mit anderen Organisationen europaweit über zwei Millionen
Unterschriften gegen TTIP.
"Hunderttausende Menschen demonstrieren in Europa für eine faire,
soziale und ökologische Handelspolitik. Das muss die Abgeordneten des
Deutschen Bundestages und des EU-Parlaments dazu motivieren,
ebenfalls klare Rote Linien zu ziehen", sagte Volland.
Pressekontakt:
Maja Volland, BUND-TTIP-Expertin:
Mobil: 0171-5702631
E-Mail: maja.volland@bund.net bzw.
Ernst-Christoph Stolper, BUND-TTIP-Experte:
Mobil: 0172-2903751
E-Mail: ec.stolper@t-online.de bzw.
Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher:
Tel. 030-27586-425, Fax: -440
E-Mail: presse@bund.net
Internet: www.bund.net
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.06.2015 - 10:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1227862
Anzahl Zeichen: 3170
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 407 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BUND-Aktivisten fordern Absage an TTIP. Kundgebung vor Willy-Brandt-Haus mit SPD-Politiker-Zitaten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BUND (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Bekanntheit wächst stetig - Mehrheit für Ausweisung als UNESCO Welterbe - Aktionstag am 3.10. bietet viele Angebote und Start neuer App Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit am kommenden Freitag (3.10.) veröffentlicht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Erge
Klimaschutzprogramm fällig: Bundesregierung muss liefern / Neuer BUND-Plan für wirksames Maßnahmenpaket ...
- Klimaschutz keine Frage des Gutdünkens - verpflichtende Klimaziele in Gefahr - Bundesregierung mit Klimaschutzprogramm vor klimapolitischem Lackmustest - Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise bekannt - BUND zeigt Weg auf Die Bundesregierung steht vor ihrem klimapolitischen Lackmustest:
Bahnstrategie: Ohne starke Schiene keine Mobilitätswende ...
Im Vorfeld der Vorstellung der Bahnstrategie durch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärt Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): "Ein flächendeckendes, zuverlässiges und bezahlbares Angebot auf der Schiene ist e
Weitere Mitteilungen von BUND
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Bayern/Castoren/Seehofer ...
Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben. Auch Binsenweisheiten wie diese finden nicht überall Akzeptanz - vor allem in Bayern nicht. Horst Seehofer regiert sein Land nach dem Sankt-Florian-Prinzip. Der Freistaat wehrt sich gegen neue Stromtrassen und jetzt auch gegen Castoren. Deutschl
Holzenkamp/Stockhofe: Jagd ist deutsches Kulturgut ...
Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt und Erhaltung unserer Kulturlandschaft In Dresden findet am heutigen Freitag der Bundesjägertag statt. Dazu erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, und die zustÃ
GEOlino extra - Die Jubiläumsausgabe "Wie wir die Welt retten" gewinnt den Nachhaltigkeitspreis der Lammsbräu Brauerei ...
Die 50. Ausgabe von GEOlino extra mit dem Titel "Wie wir die Welt retten", erschienen im Februar 2015, ist gestern mit dem Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Das monothematische Kindermagazin widmet sich seit über zehn Jahren Themen aus Natur, Kultur, Bevölkerung o
Caritas fordert Taten im Kampf gegen den Klimawandel / Präsident Neher: Enzyklika des Papstes ein unmissverständliches Zeichen - Staatschefs müssen konkrete Ergebnisse liefern ...
Der Deutsche Caritasverband fordert gemeinsam mit seinem Hilfswerk Caritas international ein beherzteres Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft gegen die Ursachen des Klimawandels. Die Veröffentlichung der Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus am heutigen Donnerstag sei




