Verdienstkreuz 1. Klasse an Bernhard Oswald Verdienstkreuz am Bande an Erika Dengel und Waldemar Zang
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Verdienstkreuz 1. Klasse an Bernhard Oswald Verdienstkreuz am Bande an Erika Dengel und Waldemar Zang
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat Bundespräsident Dr. Horst Köhler Bernhard Oswald mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurden Erika Dengel und Waldemar Zang ausgezeichnet. Innenstaatssekretär Dr. Bernd Weiß wird die Auszeichnung überreichen am
Donnerstag, den 1. Oktober 2009 um 15.00 Uhr, im Großen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken, Peterplatz 9 in Würzburg.
Berichterstatter und Bildberichterstatter sind herzlich eingeladen.
Verdienstkreuz 1. Klasse
Bernhard Oswald (78) aus Miltenberg war zunächst im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aschaffenburg als stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Miltenberg, anschließend als Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft und Politik (WiPo) im Landkreis Miltenberg bis ins Jahr 2007 ehrenamtlich tätig. Noch als Leiter seines Unternehmens ? im Jahr 2001 hat er die Geschäftsführung seinem Sohn übergeben ? hat Oswald die Fachhochschule Aschaffenburg, die Universität Stuttgart, die Fachhochschule Landshut, die Universität Jena und die Universität Moskau zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Magnetfeldtechnik und der Konstruktion supraleitender Motoren gewonnen. Das Unternehmen ist ferner am "Kompetenzzentrum Regelungstechnik" in Aschaffenburg beteiligt, das im Rahmen der "High-Tech-Offensive" von der Bayerischen Staatsregierung gefördert wurde. Die berufliche Ausbildung wird beispielgebend gefördert, besondere Begabungen erhalten im Betrieb eine hervorragende Unterstützung. Der Fachhochschule Aschaffenburg ist Oswald als Beiratsmitglied des Fördervereins Fachhochschule Aschaffenburg besonders verbunden. Sein Wissen und seine Erfahrung stellt er der Allgemeinheit im Rahmen des Regionalmarketings und für einzelne Projekte zur Verfügung. So hat er der ZENTEC GmbH wichtige Impulse gegeben, die für das Regionalmanagement "Initiative Bayerischer Untermain" Förderung durch die Landesentwicklung erhält. Nach wie vor hält er Vorträge bei der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie oder am Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg und bezieht öffentlich Stellung zu wirtschaftlichen Problemen. Bis 2002 gehörte er dem Stadtrat von Miltenberg an. Er ist noch heute Mitglied der Strukturkommission. Ein großes Anliegen war ihm der Aufbau der Jugendkapelle des Musikvereins Miltenberg. Zudem unterstützt er regelmäßig die Konzerte im Bürgersaal des Alten Rathauses. Für die Pfarrgemeinde St. Jakobus hat er die Pfarrmatrikel auf die elektronische Datenverarbeitung umgestellt. Sein kulturelles Engagement wird abgerundet durch das von ihm verfasste und herausgegebene Buch "Die Frühgeschichte Miltenbergs bis zum Ende der Völkerwanderung", den Verkaufserlös stellt er dem städtischen Museum zur Verfügung.
Verdienstkreuz am Bande
Erika Dengel (73) aus Neubrunn, Landkreis Würzburg, hat seit der Geburt ihrer schwerstbehinderten Tochter im Juni 1971 rund um die Uhr deren Pflege und Versorgung übernommen. Tagsüber - Montag bis Freitag - hält sich ihre Tochter in einer Behinderteneinrichtung auf, die restliche Zeit und am Wochenende wird sie zu Hause betreut und versorgt. Durch die aufopferungsvolle Pflege ihrer Tochter seit 37 Jahren, die oft bis an die Grenzen der körperlichen und seelischen Belastung geht und mit dem Verzicht von Urlaub, Freizeit, Nachtruhe und großen persönlichen Einschränkungen verbunden ist, gibt Frau Dengel ein lebendiges Beispiel von Nächstenliebe und Vorbildfunktion.
Waldemar Zang (72) aus Karlstadt, Landkreis Main-Spessart, ist seit 1972 ununterbrochen Mitglied des Stadtrates und gehört damit zu den dienstältesten Stadträten, zugleich ist er Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion und Mitglied im Bau-, Umwelt-, Land- und Forstwirtschaftsauschuss, im Haupt- und Personalausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss. Während dieser Zeit hat er viele Entscheidungen für die positive Entwicklung der Stadt und der neun Stadtteile mitgetragen. Dabei hat er nicht nur die Kreisgebietsreform, die Altstadtsanierung, den Bau einer Tiefgarage, den Umbau des Historischen Rathauses, die Neuordnung der Abwasserbeseitigung, die Wasserversorgung, zahlreiche Erschließungen von Wohn- und Gewerbegebieten sowie die Neugestaltung des Marktplatzes mit entschieden. Auch andere Großprojekte wie der Bau der neuen Mainbrücke im Jahr 2005 tragen seine Handschrift. Daneben war Zang einige Jahre zweiter Bürgermeister und von 1978 bis 2002 Mitglied des Kreistages des Landkreises Main-Spessart. Daneben engagiert er sich seit über vier Jahrzehnten für den Ruder-Club Karlstadt 1928 e.V. Zunächst war er Schriftführer und Jugendwart, später stellvertretender und ab 1979 1. Vorsitzender. Er führte den Verein auch zu internationalem großen Erfolg, was die mehrmalige Teilnahme der Karlstadter Ruderer an verschiedenen Olympiaden und Weltmeisterschaften belegt. Seit 1991 besteht auf seine Initiative hin die Partnerschaft mit dem Ruderclub Weißenfeld in Sachsen-Anhalt. Schließlich war er 25 Jahre lang Leiter der Schachabteilung des TSV 1884 Karlstadt e.V. und ist dort seit zwei Jahrzehnten für die Kassengeschäfte zuständig.
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Datum: 30.09.2009 - 14:48 Uhr
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