Haus Tannenkamp: Heimerziehung ist nicht bildungsfern
Jugendhilfeeinrichtung belohnt gute Schulleistungen und fördert Engagement
Kinder und Jugendliche, die in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe leben, sind nicht schlechter in der Schule als ihre Altersgenossen. Das belegt auch der Zeugniswettbewerb, den die in Hann. Münden ansässige Einrichtung Haus Tannenkamp jährlich veranstaltet. Prämiert werden gute Durchschnittsnoten und die schulische Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Die Kinder und Jugendlichen lernen so, dass schulisches Engagement auch Spaß machen kann und Leistung sich im Leben lohnt.
"Die Idee ist entstanden, weil Schule für viele Kinder und Jugendliche, die in unserer Einrichtung betreut werden, eher negativ besetzt ist", erläutert Thorben Düvel, Geschäftsführer der privat-wirtschaftlichen Jugendhilfeeinrichtung Haus Tannenkamp den Zeugniswettbewerb. "Wir möchten mit dieser Initiative vermitteln, dass es sich lohnt, sich zu bemühen und dass es Spaß macht, Erfolge zu haben." Das sei aber nur die eine Seite.
Die andere Seite sei, so Düvel, gegenüber der Politik und der Gesellschaft deutlich zu machen, dass auch junge Menschen, die in Jugendhilfeeinrichtungen leben, Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn und eine berufliche Karriere mitbringen können. Der Jugendhilfeexperte bezieht sich mit dieser Einschätzung auch auf den 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. "Alle sprechen von einer stärkeren Bildungsorientierung in der Jugendhilfe, die stationären Einrichtungen werden aber nur mit zwei Sätzen auf den insgesamt mehr als 600 Seiten erwähnt", erklärt Düvel. Dabei sei gerade Bildung der Schlüssel zum Erfolg in der Heimerziehung und der Weg in eine positive Zukunft.
Das Haus Tannenkamp veranstaltet den Zeugniswettbewerb zwischen den dort lebenden Kindern und Jugendlichen bereits seit 2003 und somit zum siebten Mal in Folge. Prämiert werden im Haus Tannenkamp zwei Kategorien: Die drei Schüler mit dem besten Durchschnittsnoten und die die drei Schüler mit den größten Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. "Wir möchten mit diesem Konzept sowohl Einzelleistungen als auch langfristiges Engagement belohnen", betont Düvel. Das Konzept habe sich bewährt. Auch der Zeitpunkt der Preisverleihung sei bewusst gewählt, erklärt er: "Wir möchten gerade zum Start eines neuen Schuljahres die Kinder und Jugendlichen motivieren."
In der Kategorie "bestes Zeugnis" hat in diesem Jahr Mark Tuba gewonnen. Er besucht das Gymnasium und hat einen Notendurchschnitt von 2,1. In der Kategorie "größte Verbesserung" setzte sich Jenny Hanne mit einer Steigerung um 1,3 Noten durch. Beide sind zurecht stolz auf ihre Leistungen und beweisen damit den hohen Stellenwert der schulischen und gesellschaftlichen Bildung in der Jugendhilfe.
Weitere Informationen erhalten Interessenten auf der Internetseite www.tannenkamp.de oder unter der Rufnummer 05541 / 90500.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Haus Tannenkamp ist seit 1981 als privat-wirtschaftlich geführter Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und hat seinen Sitz im südniedersächsischen Hann. Münden im Kreis Göttingen. In sechs Wohngruppen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten werden Kinder und Jugendliche mit besonderen Problemstellungen und Förderbedarfen betreut und individuell in ihrer geistigen, körperlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt. In den verschiedenen Schwerpunktbereichen gelten höchste Qualitätsansprüche an die fachliche und pädagogische Betreuung und die räumliche Ausstattung der einzelnen Häuser und Gruppen. Im Mittelpunkt des Angebotes steht die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes bzw. Jugendlichen. Maximen der Einrichtung sind Individualität, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Haus Tannenkamp ist Mitglied im Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.
Weitere Informationen unter www.tannenkamp.de.
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Datum: 30.09.2009 - 16:25 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Thorben Düvel
Stadt:
Hann. Münden
Telefon: +49 5541 90500
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Familie & Kinder
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