Inklusion - aber nur wenn sie nichts kostet? / Petition weist Politik erfolgreich auf Probleme bei

Inklusion - aber nur wenn sie nichts kostet? /
Petition weist Politik erfolgreich auf Probleme bei Schul-Fahrtkosten für Kinder mit Behinderungen in Bayern hin

ID: 1234142
(ots) - Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen müssen
auch dann umfassend unterstützt werden, wenn sie im Rahmen der
Inklusion eine normale Schule besuchen. Das setzen engagierte Träger
von Behinderteneinrichtungen derzeit mit einer Petition an die
bayerische Politik durch. Die beim Besuch von Förderschulen übliche
Kostenübernahme für Fahrten zur Schule wird nach derzeitiger Regelung
nahezu ersatzlos gestrichen, wenn ein Kind auf eine Regelschule
wechselt. Das Kultusministerium muss nun Abhilfe schaffen.

Wenn junge Menschen mit Behinderungen jeden Morgen in eine
Förderschule gebracht werden, beteiligen sich die Kostenträger an
diesen oftmals hohen Fahrtkosten für die notwendigen begleiteten
Transporte. Erfolgt jedoch im Rahmen der erwünschten Inklusion zum
Beispiel der Besuch einer inklusiven Grundschule, werden bisher
jährlich nur rund 400 Euro zum Beispiel für eine Busfahrkarte
erstattet.

Auf diese Ungleichbehandlung machte die im Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) organisierte Stiftung ICP
München jetzt mit einer Petition aufmerksam. "Auch zu einer
Regelschule müssen schwerbehinderte, in ihrer Mobilität
eingeschränkte Kinder mit einem Fahrdienst gebracht werden. Das darf
nicht von der Schulart abhängig gemacht werden", erklärt der
ICP-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans Beyrle. "Durch die unverständliche
Verweigerung der Fahrtkosten beim Besuch inklusiver Schulen werden
die Kinder also fast zum Besuch von Förderschulen gedrängt, obwohl
der Freistaat Bayern und auch die UN-Behindertenrechtskonvention
etwas völlig anderes wollen."

In einer Anhörung unterstützte nun auch der Ausschuss für Bildung
und Kultus im bayerischen Landtag die Forderung der Stiftung und
überwies die Petition als "Material" an die Staatsregierung. "Ein
wichtiger Schritt ist geschafft, denn damit wird das zuständige


Ministerium aufgefordert, die Situation zu prüfen und zum Beispiel
über eine Verordnung oder im Rahmen einer Gesetzesnovelle Abhilfe zu
schaffen", erläutert der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in
München Joachim Görtz.

Allerdings sei damit den betroffenen Kindern nicht direkt
geholfen, ärgert sich der bayerische bpa-Landesvorsitzende Kai A.
Kasri. "Der Ausschuss konnte sich nicht dazu durchringen, das
Schulfinanzierungsgesetz kurzfristig zu ändern. Wir müssen nun darauf
hoffen, dass das Kultusministerium zügig eine Lösung für Schülerinnen
und Schüler mit Behinderung, die eine inklusive Grundschule besuchen,
findet und die finanziellen Hürden schnell beseitigt."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.000 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.



Pressekontakt:
Für Rückfragen: Joachim Görtz , Leiter der Landesgeschäftsstelle
Tel.: 089 - 8 90 44 83 20, www.bpa.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalen-Blatt: Flüchtlinge kosten jeden Einwohner in NRW knapp drei Euro im Monat Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Reinhard Zweigler zur AfD
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.07.2015 - 14:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1234142
Anzahl Zeichen: 3731

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 225 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Inklusion - aber nur wenn sie nichts kostet? /
Petition weist Politik erfolgreich auf Probleme bei Schul-Fahrtkosten für Kinder mit Behinderungen in Bayern hin
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis." / Neue Pflegekommission ohne Praxis: bpa kritisiert fehlende Einbindung der Einrichtungen und Dienste ...
Die Entscheidung über die Zusammensetzung der Pflegekommission ist gefallen. Aus Sicht des bpa jedoch ohne die notwendige Einbindung derjenigen, die pflegerische Versorgung täglich organisieren. Der Verband warnt davor, künftige Strukturen der Pflege ohne Einrichtungen und Dienste zu planen. Ents

Neue IEGUS-Studie zum Unternehmerwagnis in der Pflege: "5,5 Prozent vor Steuern sind angemessen." / bpa fordert verpflichtende Berücksichtigung und wissenschaftliche Berechnung ...
Das Institut für Europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) empfiehlt in einer aktuellen Studie eine Umsatzrendite von 5,5 Prozent vor Steuern als angemessene Vergütung des allgemeinen Unternehmerwagnisses in der Pflege. Die Untersuchung wurde vom Bundesverband privater Anbieter sozial

Beermann zum ersten Tag der Tagespflege: "Wer Pflege zu Hause stärken will, darf die Tagespflege nicht schwächen"/ Über 100 Tagespflegen in Mecklenburg-Vorpommern öffneten ihre Türen fà ...
Beim landesweiten Tag der Tagespflege unter dem Titel "Mit Freude durch den Tag - gemeinsam statt allein" haben heute über 100 Tagespflegen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Türen geöffnet. Interessierte, pflegende Angehörige und Nachbarn kamen mit Mitarbeitenden und Gästen ins Gespräch


Weitere Mitteilungen von bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.


Westfalen-Blatt: Flüchtlinge kosten jeden Einwohner in NRW knapp drei Euro im Monat ...
Im Durchschnitt hat jeder Einwohner Nordrhein-Westfalens im vergangenen Jahr knapp drei Euro im Monat für Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge bezahlt. Das berichtet das Westfalen-Blatt (Bielefeld) in seiner Freitagsausgabe. Die Summe von knapp drei Euro ergibt sich aus aktuellen Dat

3sat-Film "Kampf um die Wahrheit - der NSU und zu viele Fragen" ...
Montag, 6. Juli 2015, 22.25 Uhr, 3sat Erstausstrahlung Gerade hat Beate Zschäpes Versuch, ihre Anwältin auszutauschen, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wieder auf den "NSU"-Prozess gelenkt. Einen Prozess, auf den sich viele Hoffnungen stützten. Jetzt - nach über zwei Ja

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zur NSA-Spähaffäre ...
Nehmen wir einmal an, in Berlin habe man nichts gewusst. Davon, dass das Handy der Kanzlerin abgehört wurde. Davon, dass offenbar seit den 1990er Jahren Gespräche von Ministern von der NSA belauscht wurden. Nehmen wir das also einmal an. Taugt es als Entschuldigung, zu sagen, man habe nicht dam

Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel von Reinhard Zweigler zum Stromtrassen-Kompromiss ...
Offenbar hat Sigmar Gabriel die Beharrungskräfte einer breiten Phalanx aus Kohle- und Energiekonzernen, aus Gewerkschaften und Länderregierungen, viele davon unter SPD-Führung, unterschätzt. Jetzt wurde beim Energie-Koalitionsgipfel die Idee Gabriels, alte Kohlemeiler mit einer Klimaabgabe


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z