BESTSELLER-AUTOR VERRÄT, WIE BESTSELLER GEMACHT WERDEN
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Natürlich weiß man als Insider längst, dass Bestseller-Listen auch manipuliert werden. Scheinbar spiegeln Bestseller-Listen sehr objektiv die Kaufwünsche des Publikums wieder. Recherchiert man jedoch nach, so stellt man manchmal fest, dass einige Buchhandlungen mit dem Herausgeber einer Bestseller-Liste in einem „sehr engen“ Verhältnis stehen.
Bestseller-Listen widersprechen sich. Also muss es logischerweise Fehler bei den „objektiven“ Umfragen geben. Oder Manipulationen?
Was ist die Wahrheit? Selbstredend gibt es je und je Absprachen hinter den Kulissen, was Bestseller angeht. Das Spiel sieht so aus: Ein Verleger hat optimistisch zum Beispiel 200,000 Exemplare eines „bestsellerverdächtigen“ Buches drucken lassen. Das Buch liegt in seinem Warenlager jedoch wie Blei und verkauft sich nicht. Um keinen Totalverlust zu riskieren, kommt unser Verleger mit dem Herausgeber einer Bestseller-Liste überein, sein Buch in die Bestseller-Liste zu heben, obwohl es nicht stimmt; aber unser Verleger weiß, dass sich allein auf Grund der Tatsache, dass ein Buch als „Bestseller“ bezeichnet wird, ein Rückkoppelungs-Effekt eintritt. Sprich das Buch wird jetzt allein aus Neugierde gekauft, weil es „alle“ offenbar kaufen.
Auch ein Autor kann eine Bestseller-Listen manipulieren. Ein Autor-Unternehmer, von Ehrgeiz zerfressen oder aus Gründen der „Public Relations“, kauft manchmal sein eigenes Buch massenhaft ein, um es in die Bestseller-Liste zu heben.
Weiter ist es auffallend, dass bestimmte Bestseller-Listen just die Bücher jener Autoren aufführen, die ihrem eigenen Weltbild nahestehen oder mit dem Verlag, der die Bestseller-Liste herausgibt, auf die eine oder andere Weise liiert ist.
Beispiel: Die New York Times-Bestseller-Liste. Sie finden in dieser Liste auffälligerweise häufig jene Autoren, die auch für die New York-Times, die Zeitung also, arbeiten.
Manipulation?
DAS BESTSELLER-PHÄNOMEN
Von allen unlauteren Machenschaften abgesehen ist es trotzdem wahr, dass manchmal ein unbekannter Autor in einem winzigen Verlag plötzlich das große Los zieht. Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es dieses Phänomen, das scheinbar niemand erklären kann: Wie gelang es beispielsweise einer völlig unbekannten Autorin, der Rowling, mit ihrem Harry Potter plötzlich in aller Munde zu sein und weltweit mehr als 300 Millionen Bücher zu verkaufen? Filme wurden gedreht, die Milliarden von Dollars in die Kassen spülten. In den Buchhandlungen standen die Kinder Schlange, um einen neuen Harry Potter zu ergattern.
Die Verkaufszahlen des Da Vinci Codes (deutsch unglücklicherweise übersetzt mit „Sakrileg“) kletterten früh in himmelsstürzende Höhen: Bereits im Mai 2006 waren weltweit rund 50 Millionen Exemplare verkauft worden. Im Jahr 2009 wurde die 100 Millionen-Grenze überschritten. Und 2015 ist er noch immer in aller Munde. Alle großen Fernsehanstalten berichteten über das Phänomen, Dan Brown war eine Zeitlang der begehrteste Interviewpartner in den Vereinigten Staaten. Aber auch in Deutschland, Frankreich, Italien etcetera kam man aus dem Staunen nicht heraus. Insgesamt wurde der Weltbestseller bislang in 50 Sprachen übersetzt. Natürlich wurde er verfilmt, mit einem der Größten der US-Filmszene in der Hauptrolle – Tom Hanks.
Plötzlich fragte sich jeder: Wie war ein solch unvorstellbarer Erfolg zu erklären? Was waren die Ingredienzien dieses Spitzenerfolgs? Worauf war er zurückzuführen?
Und WIE gelang es diesem oder jenem Ebook-Autor, in einem Jahr über 300.000 Exemplare zu verkaufen und quasi über Nacht berühmt und reich zu werden?
WIE SCHREIBE ICH EINEN BESTSELLER, BAND II
Der Bestseller-Autor Ha. A. Mehler nimmt sich in seinem Buch Wie schreibe ich einen Bestseller, Band II, dieses Phänomens an. Er untersucht speziell
Liebesromane, Krimis, Kinder- und Jugendbücher sowie Science Fiction-Romane, insgesamt rund 50 Weltbestseller-Autoren, und kommt einigen bemerkenswerten Schreib-Geheimnissen auf die Spur.
Mehler findet verschiedene Antworten auf die Frage, was Bestseller wirklich auszeichnet. Sein Ergebnis: Es ist tatsächlich möglich, allein mit Hilfe bestimmter Schreib-Techniken, den Leser bei der Stange zu halten und ihm wohlig-schlaflose Nächte zu bereiten, so dass er weiterlesen muss.
Mehler legt dar, dass allein mit der raffinierten Anwendung bestimmter Spannungs-Techniken, wie er das nennt, beispielsweise eine erotische Szene sehr viel unterhaltsamer dargestellt werden kann als das normalerweise der Fall ist. Er beschreibt Liebe, Eros und Sex so offen wie kein zweiter. Er untersucht die gesamte Weltliteratur, von Homer bis zu den Bibelschreibern, von Goethe bis hin zu Thomas Mann, aber er untersucht auch die modernen „Hits“, von den Hungerspielen bis zur Twilight-Saga, von X-Men bis hin zu Batman.
Mehler plaudert aus dem Nähkästchen, wenn er beschreibt, wie der Leser schon am Anfang mit raffinierten Techniken in eine Story hineingelockt wird. Oder wie er in der Mitte des Buches mit bestimmten Schriftsteller-Finessen so gefesselt wird, so dass er nicht mehr aufhören kann zu lesen.
Er beschreibt weiter Meister-Techniken, Helden zu erfinden, und vieles mehr.
Für den Autor, für den Lektor, für den „Buch-Professional“ ist das Buch hoch interessant. Kurz gesagt beantwortet es die Frage, wie die Champions der Schriftsteller-Gilde Weltbestseller verfassten.
Ha. A. Mehler, Wie schreibe ich einen Bestseller, Band II
Die Schreib-Geheimnisse der erfolgreichsten Autoren aller Zeiten.
Erhältlich bei Amazon-Kindle.
http://www.amazon.de/Wie-schreibe-einen-Bestseller-Band-ebook/dp/B010QS51Q8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1435782292&sr=8-2&keywords=wie+schreibe+ich+einen+bestseller+band+ii
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Datum: 07.07.2015 - 20:00 Uhr
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