Erstmalig Nachwuchs bei Wölfen im NABU-Schutzgebiet Grünhaus
ID: 1236985
Anwesenheit eines Wolfsrudels im NABU-Naturparadies Grünhaus in
Südbrandenburg. Die Aufnahmen von Ende Juni 2015 zeigen einen rund
acht Wochen alten Wolfswelpen, der einem Jungwolf durch die ehemalige
Bergbaulandschaft folgt. "Wir freuen uns über den ersten
Wolfsnachwuchs auf NABU-Land in Deutschland und hoffen, dass sich das
Rudel dauerhaft in Grünhaus ansiedelt", sagt Christian Unselt,
Vorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Das
NABU-Naturparadies Grünhaus zwischen Lauchhammer und Finsterwalde
bietet aufgrund seiner Größe von rund 2.000 Hektar und seiner
Abgeschiedenheit ein ideales Jagd- und Rückzugsgebiet für den Wolf.
Für Constanze Eiser, Biologin und ehrenamtliche Wolfsbeauftragte
des brandenburgischen Landesumweltamtes (LUGV), bestätigen die
Bilder, dass sich in dem niederlausitzer Schutzgebiet eine junge
Wolfsfamilie angesiedelt hat. Auf Anregung der NABU-Stiftung
beobachtet sie seit einigen Jahren das Wildtier in Grünhaus im Rahmen
des Wolfsmonitorings, sucht nach Wolfsfährten und Kot und installiert
Fotofallen. Unterstützung erhält sie dabei von Stefan Röhrscheid,
NABU-Projektleiter in Grünhaus.
2013 glückte hier bereits der erste Fotonachweis von zwei
Einzelwölfen. Im Jahr darauf zeigten Aufnahmen der Fotofalle einen
Wolf auf Wildschweinjagd. Die Auswertung von Wolfsfährten ergab
zudem, dass mindestens drei Wölfe regelmäßig durch das Naturparadies
streiften. Doch der eindeutige Nachweis eines Rudels blieb bis jetzt
aus.
Seitdem die NABU-Stiftung 2003 das ehemalige
Braunkohle-Abbaugebiet erwarb, kann sich die Natur hier größtenteils
frei von menschlicher Nutzung entwickeln. Heute kommen in dem
abgeschiedenen Gebiet etwa 3.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten
vor. Große Bestände an Wildschweinen, Rehen und Rothirschen bieten
gute Nahrungsbedingungen für den Wolf. Das Gebiet ist bergbauliches
Sperrgebiet und das Betreten auf eigene Faust verboten. Wer das
Wolfsgebiet kennenlernen will, sollte sich einer geführten Wanderung
anschließen. Wolfsfreunde können mit der Übernahme einer Patenschaft
für einen Hektar Wildnis dafür sorgen, dass die Wolfsfamilie auch
künftig in Grünhaus gut behütet leben kann.
Mehr zum Thema und Informationen zu den geführten Wanderungen
unter www.naturerbe.de
Das Bild aus der Fotofalle zum Download:
www.nabu.de/presse/pressebilder/index.html#wolf
Für Rückfragen:
Dr. Stefan Röhrscheid, NABU-Projektleiter Grünhaus, Tel. +49
(0)3531.609611, E-Mail: stefan.roehrscheid@NABU.de
Markus Bathen, NABU-Wolfsexperte, Mobil +49 (0)172-6453537,
E-Mail: markus.bathen@NABU.de
Pressekontakt:
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.07.2015 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1236985
Anzahl Zeichen: 3245
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 375 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erstmalig Nachwuchs bei Wölfen im NABU-Schutzgebiet Grünhaus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NABU (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin (voices) Pauline Schur, Teamleiterin Klima & Verkehr (NABU-Bundesverband) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Julian Bethke Pressesprecher +4915259189658 Julian.Bethke@nabu.de Copyright: NABU
Tag des Grundgesetzes (23.5.): Naturschutz und Demokratie gehören zusammen / Ehrenamt zeigt, wie lebendig unsere Demokratie ist ...
Zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai betont der NABU (Naturschutzbund Deutschland) die Bedeutung demokratischer Beteiligung und eines starken Rechtsstaats. "Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Gesellschaft aktiv mitgestalten. Genau das passiert jeden Tag im N
Wo sind unsere Igel und Maulwürfe? / Vom 20. bis 30. September nach den heimlichen Gartenbewohner schauen und sie melden ...
Maulwürfe und Igel leben in vielen Gärten. Trotzdem bekommt man sie selten zu Gesicht. Vom 20. bis 30. September sind alle dazu aufgerufen, genauer hinzuschauen und die heimlichen Garten- und Parkbewohner zu melden. "Wer mitmacht, leistet einen Beitrag zum Artenschutz", sagt Milena Still
Weitere Mitteilungen von NABU
Deutsche Umwelthilfe fordert Abfallvermeidung und Ressourcenschutz auf Großflughäfen ...
Auf deutschen Flughäfen landen Millionen Getränkeverpackungen im Restmüll und in der Verbrennung - DUH fordert funktionierende Sammelsysteme für Getränkeflaschen - Wegweisende Lösung durch Pfandautomaten auf dem Frankfurter Flughafen Täglich landen mehrere hunderttausend Getränkeflasch
TTIP-Resolution des EU-Parlaments ist Kotau vor Großkonzernen ...
Die heute vom Europäischen Parlament beschlossene Resolution zum TTIP-Abkommen ignoriert nach Ansicht von Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Bedenken von Millionen Bürgerinnen und Bürgern in der EU. Jedoch zeige die hohe Zahl von Gegenstim
ZDF-Umwelt-Reihe "planet e.": Exotische Mücken können auch in Deutschland gefährliche Tropenkrankheiten übertragen (FOTO) ...
Mückenalarm in Deutschland: Immer mehr exotische Blutsauger wie die asiatische Tigermücke drohen bei uns heimisch zu werden. Sie können mit ihren Stichen gefährliche Tropenkrankheiten wie das Dengue-Fieber übertragen, für das es keinen wirksamen Impfschutz gibt und das sogar tödlich se
Erneuter Erfolg beim Umwelttechnikpreis des Landes ...
Umweltminister Franz Untersteller hat den Umwelttechnikpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen. Gewürdigt worden sind innovative Technologien auf dem Gebiet der Ressourcenschonung in industriellen Produktionsprozessen und Verfahrensabläufen. Ziehl-Abegg kam mit der Entwicklung eines bionisch




