Weser-Kurier:Über die Probleme der EU schreibt Moritz Döbler:
ID: 1237309
deutsche, aber auch die französische und die italienische Politik
bestimmt hat, stößt an ihre Grenzen. Vordergründig geht es um
Griechenland und die Frage, wie dieses abgewirtschaftete, bankrotte,
von Korruption und Staatsversagen geprägte Land eine gute Zukunft
findet. Dabei ist die Dimension des Problems überschaubar:
Griechenland verfügt über weniger Wirtschaftskraft als Niedersachsen,
und seine Schulden belaufen sich auf nicht mal ein Drittel der
Schulden Spaniens. Seit fünf Jahren wird in Athen und Brüssel daran
herumgedoktert, aber die Lage wurde nicht besser, sondern schlechter.
Nun scheinen Reformen und ein weiteres Hilfspaket absehbar zu sein.
Ausreichen wird das nicht. Denn damit es besser wird, müssen
Unternehmer in Griechenland investieren - aber wem wollte man
ernsthaft dazu raten? Die Debatte über den richtigen Weg spaltet die
großen europäischen Nationen. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi
attackiert Deutschland ("Jetzt reicht es"), der französische
Präsident François Hollande agiert freihändig, und Bundeskanzlerin
Angela Merkel wartet ab. Griechenland ist nicht das einzige Thema, in
dem es so läuft - auch auf den Zustrom der Flüchtlinge findet die EU
keine gute Antwort. "Wenn dies eure Idee von Europa ist, dann könnt
ihr sie behalten", sagte wiederum Renzi, der Italien durch eine
gemeinsame Quotenregelung entlasten wollte und Solidarität
einforderte. Die europäische Idee - was bleibt davon, wenn die
europäischen Institutionen unfähig sind, die großen Probleme zu
lösen? Die Währungsgemeinschaft funktioniert dabei noch am besten,
der Euro ist nach wie vor stark. Aber die gemeinsame Vorstellung, wie
sich die EU politisch entwickeln sollte, fehlt, und sie wäre auch gar
nicht opportun. Solange ein Austritt der Briten möglich erscheint,
will niemand die europäische Einheit forcieren. Die Angst vor der
eigenen Courage hemmt die Entwicklung. Nun haben die EU und ihre
Vorläufer meist in krisenhaften Momenten große Entwicklungsschritte
gemacht. Doch noch fehlen jegliche Anzeichen, dass es auch diesmal so
sein könnte.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.07.2015 - 20:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1237309
Anzahl Zeichen: 2510
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 331 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier:Über die Probleme der EU schreibt Moritz Döbler:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Das Erste, Montag, 13. Juli 2015, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7:35 Uhr, Marian Wendt, CDU/CSU, Innenausschuss, Thema: Griechenland 8:05 Uhr, Elmar Brok, CDU, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, Thema: Griechenland Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel. 0221-220-7120 A
BDI-Präsident Grillo: TTIP muss wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken ...
- Bessere Kooperation bei regulatorischen Vorschriften und technischen Standards essentiell für Unternehmen - Niedrigere Schutzstandards sind mit der Industrie nicht zu machen - Zehnte Verhandlungsrunde muss Rückenwind aus EU-Parlament und US-Kongress nutzen "D
WAZ: Berlins halbgarer Vorstoß - Kommentar von Knut Pries zur Griechenlandkrise ...
Es ist ein befremdliches Manöver, mit dem die Deutschen die (vermeintlichen) Schlussverhandlungen über einen Griechenland-Deal am Wochenende zusätzlich verwirrt haben. Berlin fragt: Wie wäre es mit einem Grexit light? Fünf Jahre Euro-Pause für die Hellenen, um mit einer Billigwährung i
WAZ: Eine blutige Sackgasse - Kommentar von Martin Gehlen ...
Vor zwei Jahren hatte Abdel Fattah al-Sisi seinen Landsleuten feierlich Stabilität und Sicherheit versprochen. Seitdem regiert er mit beispiellos harter Hand. Ägypten ist zurückmutiert zu einem Polizeistaat. Umso unvermittelter trifft das Regime in seinem propagierten Feldzug gegen den Te




