Westfalenpost: Irgendwie vorhersehbar / Kommentar von Stefan Pohl zum Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel
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Butter zum Brot. Und wenn das im Lebensmitteleinzelhandel passiert,
setzt es immer wieder die Erzeuger unter Druck, die Preisvorgaben
irgendwie zu schaffen. Gut ist es für den Geldbeutel der Kunden.
Sie kennen das schon: Discounter gegen Discounter in offener
Feldschlacht, etwas versteckter Discounter gegen Supermärkte. In kaum
einem anderen Land Europas wird weniger Geld für Lebensmittel
ausgegeben. Das ist nicht immer gut für die Qualität.
Die aktuelle Kampagne zielt in zwei Richtungen: Aldi gegen Lidl
und beide zusammen gegen Rewe, Edeka und Co., die dabei sind,
verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Im Kern geht es dabei um die
Frage: Sind preisgünstige Eigenmarken, mit denen Aldi groß geworden
ist, bei bestimmten Produkten noch zeitgemäß? Hat sich nicht längst
der Verbraucher für etwas teurere Markenartikel entschieden, wie sie
Lidl frühzeitig angeboten hat? Hat Aldi zu lange aufs falsche Pferd
gesetzt?
Die nächsten Monate werden die Antwort bringen. Kontert Lidl die
Aldi-Markenoffensive, müssen die Supermarktketten reagieren. Und dann
könnte es irgendwann von vorn losgehen. Auch so eine Eigenschaft von
Preiskriegen: irgendwie vorhersehbar.
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Datum: 15.07.2015 - 22:17 Uhr
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Innenpolitik
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