Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Debatte in SPD um Sinn eines Kanzlerkandidaten
Jede Partei braucht ein Gesicht
Martin Fröhlich
ID: 1242690
Ministerpräsident Torsten Albig da äußerte. Doch der Gedanke, die SPD
könne aufgrund der Übermächtigkeit von Angela Merkel bei der
Bundestagswahl 2017 ohne Kanzlerkandidaten antreten, hat ein
gewaltiges Echo hervorgerufen. Spott bei der CDU, die den Gegner und
zugleich Koalitionspartner schon geschlagen sieht. Streit in der SPD,
weil viele Genossen anderer Meinung sind. Dabei ist Albigs sachliche
Einschätzung der Lage zutreffend. Die Stimmung in Deutschland riecht
nicht nach Wechsel. Merkel hat herausragende Umfragewerte - mitten in
der Griechenkrise. Der SPD fehlt schlichtweg ein Name, ein Gesicht,
das es auch nur annähernd mit der "Mutter der Nation" aufnehmen
könnte. Alles Bemühen wäre vergebens, oder? So richtig Albig die Lage
einschätzt, so falsch ist seine Schlussfolgerung. Die zweitstärkste
Partei des Landes muss nicht nur dann einen Kanzlerkandidaten
aufbieten, wenn sie eine Siegchance hat. Das ist nicht der Sinn von
Demokratie. Bei Wahlen geht es auch darum, die Arbeit der Regierung
herauszufordern, vom Bürger überprüfen zu lassen, ein Gegenmodell
anzubieten. Und sei es - angesichts der sicheren merkelschen Hand am
Ruder - auch nur in einigen Themen. Politik ist eine Frage von
Inhalten, aber auch von Köpfen. Der Kanzlerkandidat ist das Gesicht
einer Partei. Er soll Stimmen holen, wo Inhalte nicht greifen. Nun
könnte es sein, dass Albig mit seiner Provokation im Sinne hatte, die
Debatte um Sigmar Gabriel an der Parteispitze zu beenden. Vielleicht
wollte er sagen: Die SPD muss sich hinter ihren Chef stellen und ihn
zum Kandidaten machen. Wenn das die Botschaft war, dann hat sie wohl
niemand verstanden.
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Datum: 24.07.2015 - 20:30 Uhr
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