Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Winterspielen in Peking
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Internationalen Olympischen Kommitee einfach: Sie hatten die Wahl
zwischen Pest und Cholera - jedenfalls wenn man es unter westlich und
demokratisch geprägten Gesichtspunkten betrachtet. Sie entschieden
sich für Peking, ein Land, in dem massenhaft Menschen unterdrückt
werden, in dem freie Meinungsäußerung behindert und unterdrückt wird.
Und in dem Millionen Menschen als Wanderarbeiter unter
erbarmungswürdigen Umständen mehr dahinvegitieren als leben.
Kasachstan und Alamaty allerdings waren auch keine attraktive
Alternative. Demokratie wird auch dort nicht gelebt,
Korruptionsvorwürfe und -Untersuchungen gibt es sogar gegen den
Präsidenten. Und mit dem staatlich finanzierten Radsportteam Astana,
angeführt vom Ex-Telekom-Doper Alexander Winokurow, beweist der
neuntgrößte Staat der Erde, dass er nicht nur in Sachen Landesfläche
nach Größe und Bedeutung strebt. Das IOC hat sein Unterfangen
begonnen, sein Premiumprodukt Olympia wieder attraktiver zu machen
und dies auch nicht unbedingt immer an den meistbietenden zu
verschachern. Davon war bei dieser Wahl noch nichts zu spüren. Das
Motto heißt weiter: höher, schneller, mehr Milliarden.
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Datum: 31.07.2015 - 21:00 Uhr
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