neues deutschland: Zum "Patriot"-Abzug: Ende einer Alibimission
ID: 1250456
»Patriot«-Raketenabwehrsysteme, einschließlich der dazugehörigen
Soldaten, aus der Türkei bis Ende Januar ab. Das ist unterm Strich
eine gute Nachricht. Den Blick über den Strich sollte man sich
trotzdem nicht sparen, zeigt er doch bei nüchterner Betrachtung, dass
die von der Bundesregierung für ihre Entscheidung abgegebene
Begründung äußerst fragwürdig ist - genau wie jene für die
Stationierung vor drei Jahren. Jetzt heißt es: Die Bedrohung der
Türkei durch Syrien sei so stark gesunken, dass das NATO-Land die
Unterstützung der Verbündeten nicht mehr brauche. Der Wahrheit näher
wäre es zu sagen: Diese Bedrohung hat es, so wie behauptet, nie
gegeben. Wohl gab es in Grenznähe Einschläge auf türkischer Seite bei
den Kämpfen der syrischen Armee mit Regierungsgegnern. Aber weshalb
hätte die bedrängte Assad-Armee die Türkei angreifen sollen? Ankaras
Kalkül war es wohl vielmehr, die Verbündeten im Falle einer eigenen
Invasion in Syrien zur Waffenbrüderschaft zu nötigen. Im Pentagon
nickte man dazu, und das nibelungentreue Deutschland machte wider
besseres Wissen bei der Alibimission mit. Allerdings fühlte sich
Berlin nun durch die verlogene Kurdenpolitik Ankaras vorgeführt. Da
die »Patriot«-Mission zudem teuer ist und auch die Zahl der maulenden
Bundeswehrsoldaten über Einsatzwidrigkeiten zunimmt, ergab sich eine
Ausstiegschance, die man nutzte. Falsche Begründung hin oder her: Es
ist gut so.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.08.2015 - 17:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1250456
Anzahl Zeichen: 1717
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 195 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Zum "Patriot"-Abzug: Ende einer Alibimission"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Lausitzer Rundschau: Unsinnige Unterstellung Bundesinnenminister will Asyl-Leistungen korrigieren ...
Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland schwillt weiter an. Wurde lange Zeit mit etwa 350 000 Asylbewerbern in diesem Jahr gerechnet, so laufen die Schätzungen mittlerweile auf bis zu 600 000 Neuankömmlinge hinaus. Dass sie sich ein anstrengungsloses Leben bei uns machen wollen, ist freilich sta
Weser-Kurier:Über das Tauwetter zwischen den USA und Kuba schreibt Thomas Spang: ...
Das Hissen des Sternbanners über der US-Botschaft in Havanna markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba. Dafür steht auch der erste Besuch eines amerikanischen Außenministers auf der kommunistischen Karibik-Insel seit 70 Jahren
Weser-Kurier:Über Steuern auf Mallorca schreibt Ralph Schulze: ...
Mallorca ist Europas beliebteste Urlaubsinsel. Und deswegen schlägt die Ankündigung, dass dieses Ferienparadies nun von den Urlaubern eine Fremdenverkehrsabgabe kassieren will, besonders hohe Wellen. Neue Steuern, die den Urlaub auf der ans Herz gewachsenen Insel verteuern, lassen logischerwei
neues deutschland: SYRIZA nach dem Ja für das Kreditpaket: Nächste Phase ...
Es war eine der Bedeutung angemessene turbulente Nachtsitzung des griechischen Parlaments. Und das Votum für Kreditpaket und umstrittene Auflagen hat auch historische Tragweite: für SYRIZA. Vertrauensfrage, Neuwahlen, Parteitag - für die Partei, Produkt eines mühsamen Bündnisprozesses der g




