Kennzeichnung von HIV-Positiven in Polizeicomputern bleibt gefährlicher Unsinn
ID: 1251381
ihrem bundesweiten Informationssystem INPOL weiterhin Menschen mit
diesem Kürzel kennzeichnen. Es kann bei Menschen mit HIV sowie
Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion eingesetzt werden.
Die Innenministerkonferenz hat bei ihrer Sitzung vom 24. bis 26.
Juni in Mainz einen entsprechenden Entschluss gefasst. Dies berichtet
Berlins Innensenator Frank Henkel in einer Mitteilung ans
Abgeordnetenhaus von Berlin.
Dazu erklärt Winfried Holz vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe:
"Gegen jede Vernunft haben die Innenminister sich für eine
Beibehaltung dieser stigmatisierenden und fachlich unsinnigen Praxis
entschieden. Sie produzieren damit Scheinsicherheit zum Schaden der
Betroffenen. Wir appellieren an die Länder, von der Möglichkeit der
Kennzeichnung keinen Gebrauch zu machen."
Die Speicherung "personengebundener Hinweise" (PHW) zu den
genannten Infektionskrankheiten verletzt das Grundrecht auf
informationelle Selbstbestimmung und trägt nicht zum Schutz von
Polizeibeamten bei. Stattdessen suggeriert sie ein hohes Risiko, wo
eine Übertragung sehr unwahrscheinlich ist.
Die Deutsche AIDS-Hilfe hat die INPOL-Kennzeichnung mit dem
Warnhinweis ANST deswegen immer wieder kritisiert.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Mitteilung des
Berliner Innensenators (http://ots.de/TdcxN) und unseren
Pressemitteilungen vom 23.5.2014 und 19.9.2014:
http://ots.de/FFVFA
http://ots.de/BbOSP
Bericht auf queer.de:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=24403
Pressekontakt:
Deutsche AIDS-Hilfe
Holger Wicht
Pressesprecher
Tel. (030) 69 00 87 - 16
holger.wicht@dah.aidshilfe.de
www.aidshilfe.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.08.2015 - 15:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1251381
Anzahl Zeichen: 2001
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 186 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kennzeichnung von HIV-Positiven in Polizeicomputern bleibt gefährlicher Unsinn"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche AIDS-Hilfe (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Online-Konferenz: Fachleute mahnen Stärkung betroffener Gruppen sowie Kooperation zwischen Regierungen und nicht-staatlichen Organisationen an. Deutschland muss Leuchtturmprojekte unterstützen. Osteuropa und Zentralasien brauchen einen Kurswechsel in ihrer HIV-Politik, um die sich weiterhin auswe
Starke Worte zum Welt-Aids-Tag 2020 ...
Menschen mit und ohne HIV aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Selbsthilfe und Prävention bringen ihre Botschaften zum 1.12. auf den Punkt. "Ich gehe diesen Schritt, um der Menschheit zu zeigen: Ihr braucht keine Angst zu haben. Hier ist ein 22-jähriger schwuler Typ mit HIV aus dem Ruhrgeb
Bundesärztekammer und Deutsche Aidshilfe: So werden HIV-Patient_innen gut behandelt ...
Eine neue Broschüre unterstützt Ärzt_innen und medizinisches Personal bei einer fachgerechten und diskriminierungsfreien Versorgung. Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) stellen anlässlich des Welt-Aids-Tages am 01.12.2020 eine gemeinsame Broschüre für Ärzt_innen un
Weitere Mitteilungen von Deutsche AIDS-Hilfe
Kölner Stadt-Anzeiger: Kardinal Woelki für schnelle, konsequente Abschiebung von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern/Kölner Erzbischof warnt vor Missbrauch des Asylbegriffs ...
Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki, spricht sich für eine schnelle und konsequente Abschiebung von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern wie Albanien aus. "In aller Regel können Albaner, die zu uns kommen, sich nicht auf das Asylrecht des Grundgesetzes berufen", sa
neues deutschland: Bundesregierung plant Entschädigung sowjetischer Kriegsgefangener ab Herbst ...
Das Antragsverfahren zur Entschädigung sowjetischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg soll im dritten Quartal dieses Jahres in Gang gesetzt werden, unmittelbar danach soll mit den Bewilligungsverfahren begonnen werden. Dies plant die Bundesregierung, wie aus einer Antwort an die Linksfraktio
Badische Zeitung: Nebenkosten / Milder Winter, billigesÖl Kommentar von Bernhard Walker ...
Die Mietpreisbremse ist jedenfalls kein probates Mittel, um die "erste Miete" zu dämpfen. Sie hält nicht, was Union und SPD den Bürgern und sich davon versprochen hatten. Tatsächlich hilft nur, viel mehr zu bauen, damit die Nachfrage nicht länger so krass über dem Angebot liegt,
Westfalenpost: Wunder Punkt / Kommentar von Stefan Pohl zur Transparenzforderung für IHK-Chefgehälte ...
Transparenz heißt das Gebot der Stunde, und das sollte auch für die deutschen Industrie- und Handelskammern gelten. Ihr Mauern bei den Gehältern der Hauptgeschäftsführer mag zwar im Einklang mit den Bestimmungen stehen, unklug ist es trotzdem. Denn der Verdacht drängt sich sofort auf, dass




