Tarifkonflikt Gebäudereinigung
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Tarifkonflikt Gebäudereinigung
Arbeitgeber sorgen für Altersarmut
"Die Masse der Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger ist ohnehin finanziell nicht in der Lage, etwas fürs Alter zurückzulegen, sie brauchen jeden Cent um das Hier und Jetzt zu bewältigen", sagte Wynands. Bei den in der Branche gängigen Niedriglöhnen und einem Anteil von rund 70 Prozent Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung sei kein Spielraum für private Vorsorge. Außerdem seien die Beschäftigten doppelt getroffen von der politisch gewollten Senkung des gesetzlichen Rentenniveaus.
Daher habe die IG BAU schon frühzeitig die Initiative ergriffen, um in den diesjährigen Tarifverhandlungen eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung zu erreichen. Gefordert sind zunächst ein Arbeitgeberbeitrag von zwei Prozent des Bruttojahreseinkommens eines Beschäftigten, mindestens aber 100 Euro pro Jahr. "Dazu gab es von der Arbeitgeberseite bis zuletzt ein striktes Nein", erklärte der Gewerkschafter.
In einem vom Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks veröffentlichten Argumentationspapier "Unterstellungen und Fakten im Tarifkonflikt 2009" bestreiten die Arbeitgeber die Notwendigkeit des Themas: "Die Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung haben einen Anspruch auf die Riesterförderung, wie alle anderen Beschäftigten in Deutschland. (?) Diese Entscheidung für den Aufbau einer Altersvorsorgung muss bei den Beschäftigten eine freiwillige Entscheidung bleiben".
"Diese Position kann ich nur noch zynisch und weltfremd nennen", sagte Frank Wynands. "Anstatt die Realität zur Kenntnis zu nehmen und die nötige Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten walten zu lassen, wird aus rein betriebswirtschaftlichem Kalkül hunderttausenden Männern und Frauen eine Zukunftsperspektive verweigert. Daran lässt sich erkennen, wie wertvoll die lieben Mitarbeiter für ihre Chefs wirklich sind", so Wynands.
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Datum: 07.10.2009 - 23:05 Uhr
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