Lebensretter gehören nicht auf die Anklagebank
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Lebensretter gehören nicht auf die Anklagebank
"Das deutsche Schiff Cap Anamur wollte im Juni 2004 nicht den Tod von 37 Menschen in Seenot in Kauf nehmen. Für diese Rettungstat wurden Kapitän Stefan Schmidt und Elias Bierdel in Italien vor Gericht gestellt. Die Anklage hätte nie erhoben werden dürfen. Elias Bierdel und Stefan Schmidt verdienen Anerkennung und Belohnung für ihre Zivilcourage, die an anderer Stelle von Politikern immer gefordert wird. Deshalb begrüße ich den Freispruch.
Es ist schon reichlich verlogen, von der Rücksichtslosigkeit der Schlepper zu schwatzen, mit der immer wieder Unfall und Tod von Flüchtlingen begründet wird. Dass ihr Betätigungsfeld wegfallen würde, wenn die EU ihre Grenzen für Flüchtlinge nicht massiv abschotten würde, wird von den Gegnern des so genannten Schlepperunwesens kalkulierend ignoriert. Und so geht das Sterben vor den Toren Europas auch deshalb weiter, weil potenzielle Retter aus Angst davor, kriminalisiert zu werden und die Existenz zu verlieren, sich nicht trauen zu helfen. Im August 2009 verdursteten und verhungerten deshalb 73 Eritreer, Äthiopier und Nigerianer, weil sie 3 Wochen lang auf dem Mittelmeer treiben, ohne dass man sie rettet. Mehr als 10 Fischerboote fahren an ihnen vorbei.
Auf die Anklagebank gehören nicht die Retter, sondern die Verantwortlichen dieser Abschottungspolitik."
F.d.R. Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 08.10.2009 - 00:34 Uhr
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