Positive Erfahrung mit Kohlenhydratarmer Ernährung bei Epilepsie
Eine Low Carb Ernährung hat einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel. Aber auch auf anderen Gebieten hat sich die ketogene Diät bewährt. Zum Beispiel bei der Krankheit: Epilepsie.
Autorin Jutta Schütz(firmenpresse) - Berlin-08.10.2009
Im Jahr 1920 entwickelte der amerikanische Arzt Russel M. Wilder eine Therapieform für Epilepsie kranke Kinder, die auf eine ausgeglichene Eiweißzufuhr setzte. Fettreich und gleichzeitig kohlenhydratreduziert.
Das Ziel war, den Fastenstoffwechsel, dem die positive Wirkung des Fastens zugesprochen wird, zu beschleunigen.
Die ketogene Kost stellte sich in der Behandlung als positiv dar. Dies war ein durchschlagender Erfolg. Die jungen Patienten, bei denen sich die Anfalls-Häufigkeit drastisch reduzierte, sorgten dafür, dass die ketogene Diät an Bedeutung gewann.
Leider wird in der heutigen Zeit immer noch verstärkt auf den Einsatz von Medikamenten gesetzt.
Medikamenten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffe, individuell abgestimmt auf die jeweilige Anfalls-Form oder Epilepsie-Syndrom, gehören zu den Standardbehandlungen. Jeder behandelte Patient muss jedoch auch immer mit entsprechenden Nebenwirkungen rechnen. Dazu gehören unter anderem Müdigkeit, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörungen wie auch Übelkeit.
Erst seit ca. 10 Jahren wird auf diesem Gebiet wieder verstärkt die ketogene Kost als Therapiemittel eingesetzt. Diese Ernährungsform lässt Patienten wieder hoffen, wo keine Medikamente oder Operation Erfolg zeigten.
Charlie Foundation, ein amerikanischer Filmproduzent (Vater eines betroffenen Jungen) rief eine Stiftung unter seinem Namen ins Leben, die entsprechende Forschungen auf diesem Gebiet unterstützen.
Diese Ernährung fand in etwa 45 Ländern schon große Beachtung und wurde an namhaften Kliniken angenommen. Besonders Kinder werden schon erfolgreich therapiert.
Als Beispiel gilt das Kinderspital in Zürich, wo zwar bei etwa 50 Prozent der behandelten Kinder die Diät nicht das gewünschte Ergebnis brachte, bei den anderen aber gravierende Erfolge erzielte. So konnten bei einem Drittel der jungen Patienten die Anfalls-Häufigkeit um 75 bis 90 Prozent reduziert werden. Komplett Anfalls-Frei erwiesen sich am Ende der Therapie sogar rund 10 Prozent.
Die USA ist auf diesem Gebiet schon erfolgreicher. Die durchschlagenden Erfolge begründen sich dadurch, dass Kinder wesentlich früher auf die ketogene Diät gesetzt werden. Als Beispiel erweisen sich Erfolge im Johns Hopkins Hospitals in Baltimore. Nach nur einer einjährigen Diät wurde bei knapp der Hälfte der auf diese Weise behandelten Kinder die Häufigkeit der Anfälle um mehr als 90 Prozent reduziert.
Es ist erwiesen, dass Medikamentenstudien auf dem Sektor, nicht die positiven Ergebnisse über den vergleichbaren Zeitraum reflektierten wie bei der –Kohlenhydratarmen Ernährungsform-.
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Jutta Schütz
wurde im Saarland geboren und ihre Berufe sind: Sekretärin, Buchhalterin, Reiseleiterin, Autorin-Schriftstellerin und Journalistin sowie Dozentin (VHS). Außerdem studierte sie Psychologie. Sie lebte in den USA, Marokko und Südafrika und heute in Bruchsal.
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Datum: 08.10.2009 - 09:37 Uhr
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