WAZ: Es geht um die Wurst. Kommentar von Gerd Heidecke zu Lebensmittelpreisen
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sicher nicht akut dadurch gefährdet, dass die wenigen großen
Handelsketten den Erzeugern immer geringere Preise abpressen wollen.
Aus gutem Grund stehen immer noch Chinesen morgens vor der Eröffnung
bei Drogeriemärkten an, um Milchpulverpakete für den Versand in ihre
Heimat zu hamstern, wo skrupellose Firmen in der Vergangenheit
Babynahrung mit Gift gestreckt haben. Trotzdem ist die Befürchtung
von Verbraucherschützern berechtigt, dass Minimalmargen für Landwirte
und Nahrungsmittelhersteller auf Dauer die Einhaltung der hohen
Qualitätsstandards aushöhlen. Es gibt bereits Opfer des Preisdrucks
in der Produktion: die Tiere in der industrialisierten Massenhaltung,
daneben die Natur und auch die Vielfalt. Was nicht ins
durchrationalisierte Turbokonzept passt, lohnt sich nicht und wird
ausgemerzt. Doch machen wir uns nichts vor: Die Macht zum Wandel hat
nur der Verbraucher. Aber die Politik muss ihm mit besseren
Deklarierungen helfen, nachhaltig und fair produzierte Lebensmittel
zu erkennen, für die es sich lohnt, auch mal etwas tiefer in die
Tasche zu greifen.
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Datum: 21.08.2015 - 19:06 Uhr
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