Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Hauptschulen
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Beginn eines gravierenden und rasanten Wandels. Was heute die
Hauptschulen sind, werden morgen die Realschulen sein. Durch den
vorangetriebenen Ausbau von Schulformen, die Bildungswege länger
offen halten, haben diese Einrichtungen das Nachsehen - ganz egal,
ob sie gute Arbeit machen oder nicht. Gesamt- und Sekundarschulen
sorgen dafür, dass das dreigliedrige System zerfasert. Das soll nicht
heißen, dass das einzig Heilbringende das dreigliedrige System ist,
das früh schulische Wege festlegt. Das ist es nicht. Noch viel
schlimmer ist es aber, zwei Systeme nebeneinander laufen zu lassen:
Auf der einen Seite das Dreigliedrige und auf der anderen Gesamt- und
Sekundarschulen, die auf das Prinzip »Eine Schule für alle« setzen.
Beide Konzepte sind für sich schlüssig. Nebeneinander funktionieren
sie jedoch nicht. In NRW wird dieser Mittelweg dennoch gegangen -
mit fatalen Folgen. Klassische Schulformen sterben aus, das Gymnasium
wird überrannt und die neuen Schulformen haben nicht die Chance, die
Idee längeren gemeinsamen Lernens richtig umzusetzen: mit kleinen
Klassen, hohen Personalschlüsseln und somit möglicher
Individualförderung. Denn nur so würde es Sinn machen.
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Andreas Kolesch
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Datum: 23.08.2015 - 21:00 Uhr
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