Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Politische Reaktion auf Flüchtlingsströme
Falsche Gelassenheit
Miriam Scharlibbe
ID: 1255539
Reaktion auf heftige Emotionen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat
gelassenes Abwarten in den Jahren ihrer Amtszeit perfektioniert. In
der aktuellen Flüchtlingspolitik besinnt sich auch ihr Innenminister
Thomas de Maizière immer konsequenter auf diese Taktik. Ganze
Familien ertrinken bei ihrem Fluchtversuch über das Mittelmeer. Der
Minister bleibt gelassen. Rechtsradikale bedrohen Asylbewerber und
versetzen komplette Städte in Angst. Der Minister mahnt vor
Aktionismus. Alt und Jung pflegen Fremdenhass bei öffentlichen
Veranstaltungen und im Internet. Der Minister spricht von
verunsicherten Bürgern. Und auch beim direkten Kontakt mit den
Wählern bleibt de Maizière demonstrativ gelassen. Beim Tag der
offenen Tür der Bundesregierung stellte sich der Politiker in Berlin
auch einer besonderen Art Bundespressekonferenz. Anstelle der
Hauptstadtjournalisten durften Bürger Fragen stellen. Doch weder der
emotionale Ausbruch einer Frau, die die Demonstrationen von Nazis als
Pogrome bezeichnete, noch der laute Protest linker Aktivisten konnten
den Minister aus der Fassung bringen. Dagegen widmete de Maizière den
Schilderungen eines Gastes, der sich in der S-Bahn durch
arabischstämmige Jugendliche bedroht fühlt, seine volle
Aufmerksamkeit. In der aktuell hitzigen Debatte um die
Flüchtlingspolitik sendet der Innenminister damit weiter falsche
Signale. "Es muss wie immer darum gehen, das richtige Maß zu finden",
sagt der Innenminister und betont, es gehe auch um Integrationswillen
und Qualifikationen der Flüchtlinge. Nicht beantwortet hat er bisher
die Frage, wie es mit den Qualifikationen der Rechtsradikalen
aussieht, die jeden Tag für neue Horrorszenen vor Flüchtlingsheimen
sorgen. Und wie es um den Integrationswillen derer bestellt ist, die
die Verfassung bekämpfen und partout nicht akzeptieren wollen, dass
Deutschland die Summe aller hier lebenden Menschen ist. Gelassenheit
darf hier nicht die einzige Antwort bleiben.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.08.2015 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1255539
Anzahl Zeichen: 2350
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 216 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Politische Reaktion auf Flüchtlingsströme
Falsche Gelassenheit
Miriam Scharlibbe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Rheinische Post: Schluss mit Schrott Kommentar Von Florian Rinke ...
Elektroschrottberge in Afrika, Inseln aus Plastikmüll auf den Weltmeeren - unser System des immerwährenden Konsums führt zu einem gigantischen Müllproblem. Bislang war das für die Deutschen, die in der EU für ein Fünftel des gesamten Elektroschrotts verantwortlich sind, kein Grund zum Umd
Rheinische Post: Flüchtlinge als Jahrhundertchance Kommentar Von Michael Bröcker ...
Die Polizei in Sachsen ist nicht in der Lage, ein Willkommensfest für Flüchtlinge abzusichern. In einem Asylbewerberheim stehen zehn Dixi-Klos für 250 Flüchtlinge zur Verfügung. In NRW muss jeder zweite Flüchtling in einem Container oder Zelt ausharren. Die Flüchtlingskrise steht auch fü
Rheinische Post: AfD wieder offensiv? Kommentar Von Detlev Hüwel ...
Die AfD in NRW hat wie die Bundespartei heftigste innerparteiliche Turbulenzen hinter sich. Mit einer Doppelspitze will sie nun - den Blick stramm auf die Landtagswahl 2017 gerichtet - in die Offensive gehen. Die Felder wurden am Wochenende auf dem Landesparteitag in Bottrop abgesteckt: Neben de
Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung (Frankfurt (Oder) schreibt zu Flüchtlingen: ...
Die neuen Flüchtlingszahlen werfen Licht auf eine Entwicklung, die Anfang des Jahres so noch niemand gesehen hatte. Oder vielleicht nicht sehen wollte, weil damit eine immense Herausforderung verbunden ist, die man den Menschen, die ja auch Wähler sind, lieber ersparen wollte. Deutschland, abe




