neues deutschland: GDL-Chef Weselsky verteidigt Rauswurf von Manfred Schell
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Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, rechtfertigte im Gespräch
mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland"
(Donnerstagausgabe) den Ausschluss seines Vorgängers Manfred Schell
aus der Gewerkschaft. Der ehemalige GDL-Chef habe mehr als 3000 Euro
an Tantiemen aus Aufsichtsratsmandaten erhalten. "Diese sind aber
kein Privatvermögen, sondern an die GDL abzuführen. Da kann der
erzählen, was er will - das ist Satzungsrecht", so Weselsky.
Zudem habe Schell nichts unversucht gelassen, die GDL zu
diskreditieren. "Er meinte zwar immer, er wolle mit seiner Kritik nur
mich treffen, um zu erreichen, dass ich meinen Hut nehmen muss, aber
er hat der GDL schwer geschadet."
Weselsky sieht in dem Konflikt keine Auseinadersetzung um die
richtige Strategie, sondern persönliche Motive. "Auslöser war die
Abwahl des GdL-Vizevorsitzenden Sven Grünwoldt im April 2013, nachdem
dieser ein erneutes Darlehen von der GDL für seinen privaten Hausbau
beantragt hatte, wogegen ich stimmte", erläuterte Weselsky.
Grünwoldt hatte zuvor schon Ambitionen auf den GDL-Vorsitz
erkennen lassen, wie der Hessische Rundfunk im Mai 2013 kolportierte.
Schell soll zu den Unterstützern Grünwoldts gezählt haben
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Datum: 02.09.2015 - 16:57 Uhr
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