Rheinische Post: Gaucks große Rede
Kommentar Von Eva Quadbeck
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Flüchtlingsdebatte lange geschwiegen. Nun hat er die Eröffnung der
interkulturellen Woche genutzt, sich zu Wort zu melden - und er hat
eine große Rede gehalten. Groß, weil er die richtigen Worte findet in
einer Situation, in der Volk und Politik verunsichert sind. Es war
eine leidenschaftliche Rede für den Zusammenhalt der Gesellschaft,
während Willkommenskultur und Angst vor Überforderung die Bürger zu
spalten drohen. Zugleich verteidigt er unsere Werte von Frieden,
Freiheit und Gleichberechtigung gegen ankommende Fundamentalisten und
rechte Hetzer. Gauck benennt sichtbare und noch kommende Probleme und
verbreitet zugleich Zuversicht, indem er unsere Demokratie, unseren
Wohlstand und die Fähigkeit zum Zusammenhalt für größer erachtet als
die Schwierigkeiten. Einen deutlichen Hinweis gibt er darauf, dass
bei aller Weite des Herzens unsere Möglichkeiten begrenzt seien.
Damit setzt er sich dezent von Merkel ab, die bislang keine
Obergrenze für eine Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen benennen
wollte. Auch diesen Hinweis Gaucks sollten wir beachten.
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Datum: 27.09.2015 - 19:03 Uhr
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