WAZ: Es gibt Handlungsbedarf
- Kommentar von Ulf Meinke zum Stresstest
ID: 1273934
Welt im Jahr 2099 aussieht, ist - höflich formuliert - zumindest mit
Vorsicht zu genießen. Mag sein, dass die Wirtschaftsprüfer, die den
sogenannten Stresstest für die Atomkonzerne erstellt haben, auf Basis
der ihnen vorliegenden Informationen sauber kalkuliert haben.
Ob ihre Rechnung aufgeht, steht allerdings auf einem anderen
Blatt. Mehr noch: Die Gutachter haben gleich sechs Szenarien
entwickelt und kommen dabei zu recht unterschiedlichen Ergebnissen.
Reicht das Geld der Atomkonzerne im besten Fall völlig aus, fehlen im
schlechtesten Fall viele Milliarden. Aber ging es nicht gerade darum,
die Belastbarkeit in Stresssituationen zu überprüfen?
Dass die offizielle Lesart des Gutachtens vergleichsweise
optimistisch ist, kann kaum verblüffen. Denn was wäre die Alternative
gewesen? Hätte am Ende das Urteil gestanden, dass Konzerne wie Eon
und RWE ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, wären die
Auswirkungen für die Unternehmen am Kapitalmarkt verheerend gewesen.
Eine permanente Abwärtsspirale kann indes nicht im Interesse der
Bundesregierung sein. Das Geld der Energieversorger wird schließlich
auch gebraucht, um den Atomausstieg zu finanzieren und die
Steuerzahler zu schonen.
Es bleibt also dabei: Handlungsbedarf besteht. Der Staat sollte
sich besser früher als später Zugriff auf Teile des Vermögens der
Energieversorger sichern, ohne damit den Neustart der Unternehmen zu
gefährden.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.10.2015 - 19:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1273934
Anzahl Zeichen: 1822
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 286 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Es gibt Handlungsbedarf
- Kommentar von Ulf Meinke zum Stresstest"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Der Tagesspiegel: Ryanair verhandelt mit Lufthansaüber Zubringerflüge ...
Die auf Europa begrenzte irische Billigfluggesellschaft Ryanair verhandelt nach Angaben ihres Chefs Michael O'Leary mit großen Konkurrenten darüber, wie Ryanair Zubringerflüge für deren Drehkreuze anbieten kann. Darüber spreche er auch mit seinem Lufthansa-Kollegen Carsten Spohr, sagte
Der Tagesspiegel: UCI Kinowelt feiert bestes Geschäftsjahr seit zehn Jahren ...
Der Multiplex-Kinobetreiber UCI Kinowelt strebt 2015 ein Rekordgeschäftsjahr an. "Wir werden unsere Umsatzzahlen auf das höchste Niveau der vergangenen zehn Jahre entwickeln", sagte Geschäftsführer Jens Heinze dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Inhaltliche Rückfragen
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Schaeffler-Börsengang: Gerade noch, von Bernhard Fleischmann ...
Ungünstiger hätte der Zeitpunkt für den Börsengang kaum sein können. Die Aktienmärkte schwächeln seit Ende August. Erschwerend hinzu kam zuletzt der Volkswagen-Konzern, der Rauch aufwirbelte, weil der Autobauer den Ehrlichen unter den Diesel-Entgiftern den Stinkefinger gezeigt hatte. Der
Börsen-Zeitung: US-Zinswende vertagt, Marktkommentar von Kai Johannsen ...
Nun also auch noch der Internationale Währungsfonds (IWF). Nachdem sich schon diverse Analysten aus Banken sowie Wirtschaftsforschungsinstitute zu den Gefahren, die aus einer Konjunkturabkühlung Chinas resultieren (können), geäußert und ihre Prognosen zu Wachstum, Inflation und Markt- und L




