Schulz-Asche: "Altenpflegeberuf intelligent weiterentwickeln"

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ID: 1279861
(ots) - Grünenpolitikerin unterstützt anlässlich eines
Praktikumstags in Wiesbadener Altenpflegeschule eine intelligente
Weiterentwicklung der Ausbildung in allen Pflegeberufen, ohne
bestehende Strukturen unnötig zu zerstören.

"Wir brauchen eine Weiterentwicklung aller Pflegeberufe und
insbesondere die Stärkung der pflegerischen Kompetenz für ältere
Menschen in den Krankenhäusern", so Kordula Schulz-Asche, MdB,
Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für
Prävention, Gesundheitswirtschaft sowie für Bürgerschaftliches
Engagement. "Hierfür halte ich es für notwendig, zunächst alle
Beteiligten an einem Runden Tisch zusammenzubringen. Ziel muss es
sein, dass vernünftige Synergien erreicht werden, ohne spezialisierte
Kompetenzen zu vernachlässigen. Eine solche Reform muss
berücksichtigen, dass existierende Strukturen nicht unnötig zerstört
werden." So äußerte sich die grüne Bundestagsabgeordnete anlässlich
eines vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste
organisierten Praktikumstags in der Wiesbadener Altenpflegeschule
MainInstitut. Der bpa gibt regelmäßig Bundestagsabgeordneten die
Gelegenheit, praktische Eindrücke von der Arbeit in sozialen
Einrichtungen zu sammeln, und bringt dabei PolitikerInnen und
PraktikerInnen vor Ort zusammen.

Im Laufe der engagierten Diskussion hatten auch zahlreiche
Pflege-Auszubildende und DozentInnen aus der Altenpflegeschule
Bedenken über die geplante Abschaffung der eigenständigen
Pflegeausbildung geäußert und auf die hohe Praxisnähe der derzeitigen
Ausbildung hingewiesen. Die Abgeordnete Schulz-Asche hatte sich zuvor
im Unterricht einen lebendigen Eindruck von den Ausbildungsinhalten
und von der Begeisterung der Berufsanfänger in der Pflege gemacht.

"Der Vorschlag der Grünen Bundestagsfraktion ist eine gute


Ausgangsbasis für Gespräche über eine optimale Weiterentwicklung der
Ausbildung, die wir gerne in Hessen auch mit der grünen
Landtagsfraktion fortsetzen würden," bilanzierte Manfred Mauer, der
Leiter der hessischen bpa-Landesgeschäftsstelle, in der
Diskussionsrunde und zeigte sich erfreut, dass auch die Abgeordnete
zunächst eine Intensivierung der Gespräche auf Bundes- wie
Landesebene für dringend nötig hält.

Der bpa und seine fast 1.000 Mitgliedsunternehmen aus der
ambulanten und stationären Pflege in Hessen hatten in der
Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass mit einer
generalistischen Pflegeausbildung wertvolles Wissen über die
Versorgung älterer Menschen verloren gehen und der Fachkräftemangel
verschärft würde. Auch Anton Zeiser, Leiter der Wiesbadener
Altenpflegeschule MainInstitut, weist beim Abgeordnetenbesuch in
seiner Einrichtung auf diese Gefahr hin: "Die eigenständige
Altenpflegeausbildung ist ein Erfolgsmodell. Wenn zukünftig in der
gleichen Zeit drei Ausbildungsberufe vermittelt werden müssten, kann
dies nur zu Lasten der altenpflegerischen Expertise gehen, die wir in
einer älter werdenden Gesellschaft aber dringend brauchen".

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast
1.000 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.



Pressekontakt:
Für Rückfragen: Manfred Mauer, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle
Hessen, Telefon: 0611 - 34 10 790, www.bpa.de

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Datum: 23.10.2015 - 17:08 Uhr
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