neues deutschland: Fatale Signale aus dem Abgasskandal von VW: Klimaschutzüberfahren
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in Sachen Klimaschutz. Und auch deutsche Großunternehmen geben sich
gerade jetzt im Vorfeld des UN-Klimagipfels von Paris einen grünen
Anstrich. Als Miesepeter betätigt sich nun aber Volkswagen: Nach dem
Stickoxid-Skandal gab Deutschlands größter Autokonzern nun für einen
kleinen Teil seiner Produkte geschönte Angaben zum Ausstoß des
Treibhausgases Kohlendioxid zu. Selbst wenn zu begrüßen ist, dass VW
selbst dies publik gemacht hat: Es geht hier nur um die Spitze des
Eisbergs. Auch bei den anderen Modellen des Konzerns sind die
CO2-Angaben viel zu niedrig, und auch die übrigen Autohersteller
gaukeln mit allerlei Tricks vor, die EU-Grenzwerte zum CO2-Ausstoß
einzuhalten. Klimaschutz ist den Autokonzernen nach wie vor piepegal.
Erst lassen sie ihre Lobbymacht und ihre politischen Beziehungen
spielen, um für recht laxe Grenzwerte zu sorgen. Und dann trickst man
noch hemmungslos bei den Tests. Entgegen den EU-Reduktionsziele beim
CO2-Ausstoß gibt es bei Neuwagen in der Realität keinerlei
Fortschritt mehr. Und die Politik scheint nicht gewillt zu sein,
dagegen einzuschreiten. Für den UN-Klimagipfel verheißt es nichts
Gutes, wenn der Großemittent Deutschland im wichtigen Verkehrssektor
untätig bleibt. Mit geschönten Zahlen und wenig ambitionierten Zielen
wird sich die Erderwärmung und ihre absehbar katastrophalen Folgen
jedenfalls nicht begrenzen lassen.
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Datum: 04.11.2015 - 17:45 Uhr
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