Schiewerling: DenÜbergang in die Rente flexibler gestalten
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Die Flexi-Rente steht. Die Koalition hat am heutigen Dienstag dazu
ihr Konzept vorgestellt. Dazu erklärt der Verhandlungsführer der
Arbeitsgruppe, der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling:
"Mit der Flexi-Rente wird die Koalition gleich drei Ziele
erreichen: Längeres Arbeiten ermöglichen, längeres Arbeiten belohnen
und den Übergang von Arbeit zum Ruhestand fließender gestalten. Diese
Ziele werden zudem in einer "Win-Win-Situation" für Arbeitnehmer und
Arbeitgeber realisiert, da beide gleichermaßen von der Flexi-Rente
profitieren können.
Mit dem nun gefundenen Kompromiss wollen wir Frühverrentung
vermeiden und Anreize zum frühen "Job-Ausstieg" minimieren. Deshalb
bleiben Hinzuverdienstgrenzen bestehen, das Hinzuverdienstrecht wird
aber wesentlich vereinfacht. Künftig soll der Mehrverdienst jenseits
der für die Vollrente geltenden Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro bis
zu einer Obergrenze in Höhe des vorherigen Bruttogehalts zu 40
Prozent auf die Rente angerechnet werden.
Wir wollen längeres Arbeiten ermöglichen und längere Arbeitszeiten
belohnen. Betriebe sollen in die Lage versetzt werden, die Menschen
an der Schwelle des Erwerbslebens und auch noch im Rentenalter zu
beschäftigen. Langjährige Mitarbeiter haben einen enormen Mehrwert
für das Unternehmen. Auf ihr Wissen und ihre Expertise können
Unternehmen durch flexiblere Rentenübergänge länger zurückgreifen.
Gerade in Branchen, denen Fachkräftenachwuchs fehlt, klafft ein
Personalloch auf, wenn langjährige Mitarbeiter in Rente gehen. Durch
flexible Rentenübergänge können Unternehmen frühzeitig und fließender
Personalwechsel vorbereiten. Die Flexi-Rente soll dabei ein
überschaubares Instrument sein, das individuelle Lebensentwürfe
unterstützt. Wir wollen durch klare und transparente Information, den
Menschen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt und dass es sie gibt.
Hierfür wollen wir eine transparente Renteninformation, die jeder
versteht.
Lange arbeiten kann nur, wer auch lange gesund bleibt. Viele
Menschen gehen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente. Durch
ein präventives Reha-Konzept wollen wir diese Zahl verringern. Mehr
noch: Wir wollen jedem die Chance auf einen möglichst langen Verbleib
im Job geben. Im Rahmen der nationalen Präventionsstrategie sollen
aus dem bestehenden Reha-Budget Wege zu einem Gesundheitscheck
eröffnet werden. Dieser freiwillige Gesundheitscheck für Arbeitnehmer
soll zunächst modellhaft auf fünf Jahre befristet werden.
Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung bringen derzeit keinen
rentenrechtlichen Vorteil für die Beschäftigten. Der isolierte
Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung bei Beschäftigung
nach der Regelaltersgrenze soll daher befristet für fünf Jahre
entfallen. Denn Arbeitnehmer, die die Regelaltersgrenze bereits
erreicht haben, sind versicherungsfrei."
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Datum: 10.11.2015 - 15:59 Uhr
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