Westfalen-Blatt: zu Russland in Syrien
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internationale Militärallianz gegen die Terrormiliz »Islamischer
Staat« (IS) als Bündnis nachhaltig trägt oder nicht. François
Hollande trifft Wladimir Putin. Frankreich und Russland fliegen
unabhängig voneinander Luftangriffe in Syrien. Nach den Anschlägen
von Paris haben Moskau und Paris angekündigt, ihre Luftangriffe
fortan abstimmen zu wollen. Diese Vereinbarung könnte sich nach dem
Abschuss eines russischen Jagdbombers durch die türkische Luftwaffe
erledigt haben. Nach dem Zwischenfall dürfte Russland noch mehr als
bislang auf eigene Rechnung agieren. Auf den ersten Blick wirkt
Putins Ankündigung, das Flugabwehrsystem S-400 nach Syrien zu
verlegen, wie eine Warnung an die Türkei, sich russischen Jets im
Grenzbereich nicht zu nähern. Doch diese Form der Aufrüstung hat
eine andere Tragweite, weil sie auch die Luftschläge der
amerikanisch-arabischen Koalition betrifft - und die Einsätze der
Türkei und Israels, deren Jets im syrischen Luftraum unterwegs sind.
Dass auf dem Gebiet des ehemaligen syrischen Staates ein
Stellvertreterkrieg tobt, dürfte nun ebenso klar sein wie die
Tatsache, dass eine Anti-IS-Allianz wegen der gegensätzlichen
Interessen zu scheitern droht.
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Datum: 25.11.2015 - 21:00 Uhr
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