In Großunternehmen führt nahezu jede Betriebsprüfung zu Mehrsteuern

In Großunternehmen führt nahezu jede Betriebsprüfung zu Mehrsteuern

ID: 1291917
(ots) - PwC-Studie zeigt, wo der Fiskus bei
Betriebsprüfungen besonders genau hinschaut / Mehrheit der befragten
Unternehmen berichten über erhöhten Aufwand / Hohe Relevanz für
Praktiker / Digitalisierung ist bei den Betriebsprüfern angekommen

Die Finanzbehörden prüfen deutsche Unternehmen mit zunehmender
Intensität. Das zeigt die aktuelle Studie "Betriebsprüfungen 2015",
für die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mehr
als 200 deutsche Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen
befragt hat. Sie liefert aufschlussreiche Erkenntnisse über aktuelle
Trends und Schwerpunkte. "Die große Mehrheit der befragten
Unternehmen gibt an, dass Betriebsprüfungen heute mehr Aufwand
bedeuten als vor fünf Jahren", sagt Dr. Arne Schnitger, Steuerexperte
und Partner bei PwC.

Besonders hoch sei dieser Anteil mit 77 Prozent bei
Großunternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz. Diese
Großunternehmen bekommen zudem häufiger Besuch von den Finanzbeamten:
Bei 67 Prozent von ihnen fand zum Zeitpunkt der Befragung eine
Betriebsprüfung statt. Unter den umsatzschwächeren Unternehmen betrug
der Anteil immerhin noch 51 Prozent.

Rückstellungen und Verrechnungspreise im Fokus

Zu den Bereichen, die Finanzbeamte besonders genau prüfen, gehören
die Rückstellungen: Vier von fünf Unternehmen berichten, dass deren
Höhe ein Thema bei der letzten Betriebsprüfung war. "Auch Bewertungen
von Wirtschaftsgütern und Wertberichtigungen werden weiterhin oft
hinterfragt", berichtet Schnitger.

Bei Prüfungen im Bereich der Gewerbesteuer geht es hingegen am
häufigsten um die Hinzurechnung von Lizenzzahlungen und Mieten oder
Pachten, während die Beamten im Bereich der
Umsatzsteuer-Sonderprüfungen am liebsten den Vorsteuerabzug
hinterfragen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind konzerninterne Verrechnungspreise:


Fast 60 Prozent der international aufgestellten Unternehmen
berichten, dass diese bei der letzten Prüfung im Fokus standen. Zudem
zeigt die Befragung, dass die Beamten enger mit Kollegen aus anderen
Ländern zusammenarbeiten: Jedes vierte Unternehmen hat während der
letzten Prüfung einen Informationsaustausch mit ausländischen
Steuerbehörden erlebt.

Wenige Finanzgerichtsprozesse, hohe Nachzahlungen

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Beim Thema
Verrechnungspreise kommt es vergleichsweise selten zu internationalen
Verständigungsverfahren oder Finanzgerichtsprozessen. "Offenbar
scheuen viele Unternehmen den Aufwand eines Verfahrens und suchen
lieber den Kompromiss mit den Betriebsprüfern", sagt Schnitger. Diese
Haltung trägt dazu bei, dass viele Betriebsprüfungen zu hohen
Mehreinnahmen für den Staatshaushalt führen: Mehr als 80 Prozent der
Unternehmen berichten, dass sie nach der letzten Prüfung Steuern
nachzahlen mussten. In Großunternehmen führt sogar praktisch jede
Prüfung zu Mehrsteuern.

Eine weitere interessante Erkenntnis der Studie ist, dass die
Digitalisierung bei den Betriebsprüfern angekommen ist: Der
Datenzugriff erfolgt bereits in 87 Prozent der Fälle auf digitalem
Weg. Dass Unternehmen trotzdem von steigendem Aufwand berichten,
lässt vermuten, dass Prüfer die Zeitersparnis für intensivere
Prüfungen nutzen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.pwc.de/BP_2015

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen
aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 208.000
Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen,
branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Die
Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder
mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere
Details unter www.pwc.com/structure.



Pressekontakt:
Sven Humann
PwC Presseabteilung
Tel.: (069) 95 85-2559
E-Mail: sven.humann@de.pwc.com
www.pwc.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Bessere Produkte mit dem Kunden / Deloitte-Studie: Testing-Prozesse mit Verbrauchern senken Entwicklungsausgaben um 15 Prozent Weniger Reibungsverluste für Startup-Gründer
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.11.2015 - 09:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1291917
Anzahl Zeichen: 4427

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Frankfurt am Main



Kategorie:

Unternehmensberatung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 253 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"In Großunternehmen führt nahezu jede Betriebsprüfung zu Mehrsteuern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

PwC PriceWaterhouseCoopers (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von PwC PriceWaterhouseCoopers


Bessere Produkte mit dem Kunden / Deloitte-Studie: Testing-Prozesse mit Verbrauchern senken Entwicklungsausgaben um 15 Prozent ...
Bis zu 15 Prozent Kosten sparen Unternehmen durch richtiges Testing bei der Markteinführung von Produkten. Sie können dabei sogar die Kundenbindung weiter festigen, so die Ergebnisse der Deloitte-Studie "Testen wie die Besten: Neue Einsparpotenziale durch smarte Feedbackanalyse". Die

Syracom-Studie: Markt für Enterprise Architecture (EA) Software öffnet sich für neue Tool-Philosophien ...
Enterprise Architecture Management (EAM) ist für Unternehmen zu einer komplexen Aufgabe geworden. Entsprechend wächst der Markt für EAM-Werkzeuge. Die Anzahl der Lösungsanbieter hat sich deutlich vergrößert. Vor allem kleine Hersteller setzen auf schlanke und optimierte Ansätze für EAM-We

Götz Wenker wird Geschäftsführer der WKHH Wirtschaftskanzlei Hansestadt Hamburg ...
Kurzfassung Götz Wenker (64) tritt ab dem 1. Januar 2016 in die Geschäftsführung bei dem Wirtschaftsberatungsunternehmen WKHH Wirtschaftskanzlei Hansestadt Hamburg ein. Er verantwortet die Bereiche Produkte, Finanzen, Recht und die Organisation des Innendienstes. Firmengründer und Inhabe

Studie: Die Stammdatenqualität in deutschen Unternehmen ist zu schlecht ...
Studie des ERP-/PPS Entwicklers Planat zeigt: Um wirtschaftliche Verluste zu vermeiden, müssen Unternehmen dringend ihr Stammdatenmanagement optimieren Die Datenqualität in Deutschland lässt zu wünschen übrig. Viele Daten sind mangelhaft, falsch oder fehlen sogar ganz. Das befürchtet me


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z